3000 km durch Norwegen
.... entlang der Fjorde und Fjells von Larvik durch das Telemarkgebiet, die Hardangervidda und den Jotunheimen Nationalpark über Borgund und Lillehammer nach Oslo.
Dieses Jahr ging meine Urlaubsreise nach Norwegen. Es ist ein junges, kinderfreundliches sauberes und sportliches Land. Wasser- und Radsport, Bergtouren, Gletscherwanderungen und im Winter der Wintersport erwarten die Norwegenreisenden. Die Skigebiete sind im Vergleich zu Deutschland, Schweiz und Österreich sehr überschaubar. Norwegen ist das Land des Wassers, der Berge, des Fisches, der Trolle und der Ruhe. Hitec lebt neben Tradition. Es ist das Land indem es „Diplomeis“ gibt und man an den Ortseingängen von lustigen Trollmännchen begrüßt wird.
Die Menschen sind sehr nett und naturverbunden. Wenn sie auf den Terrassen ihrer Häuser sitzen, die meist direkt am Straßenrand gelegen sind winken sie den vorbei Fahrenden zu. Leider sieht man nur sehr wenige Menschen, wenn man sich auf den Straßen außerhalb der Städte Norwegens bewegt. Vielleicht kommt ja daher auch diese Freundlichkeit und man freut sich, dass man nach langer Zeit wieder einmal jemandem begegnet.
In Norwegen gilt das „Jedermannsrecht“. Wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, kann man überall zelten und angeln.
Bei einer Reise mit dem Auto sollte man unbedingt schwindelfrei und ein guter Autofahrer sein, denn so manche Fahrt ist ein Kunstakt insbesondere dann, wenn sie direkt an den steilen Berghängen der Fjords entlang führt. Die Straßen sind sehr schmal, aber gut ausgebaut und führen meist direkt am Wasser entlang.
Auf den durch das weite Land ziehenden Straßen außerhalb der Ortschaften, gibt es keine Verkehrszeichen. Das Tempolimit wird durch die auf der Fahrbahn liegenden und sich dort frei bewegenden und sonnenden Schafe und grasenden Kühe bestimmt.
Die Häuser in Norwegen sieht man nicht immer. Sie sind oft in den Wäldern versteckt. Aber wenn irgendwo mitten in der Landschaft eine Tafel mit vielen schief angebrachten Briefkästen zu sehen ist, dann kann man davon ausgehen, dass auch entsprechend viele Häuser in der Nähe sind. Die Häuser außerhalb der größeren Städte habe meist auch keine Zäune. Auf sehr vielen Grundstücken steht ein Trampolin.
Die norwegische Sprache lässt sich sehr gut lesen und vieles kann man aus dem Deutschen ableiten. Die meisten Norweger sprechen englisch und viele auch deutsch, so dass die Ver-ständigung kein Problem darstellt.
Im Juni ist es hier Tag und Nacht hell. Die Sonne geht nur kurz unter und rasch wieder auf. Der 23. Juni ist der längste Tag im Jahr, da steigt in Norwegen ein riesiges Fest.
Wunderschön sind die Sonnenuntergänge, die man idealer Weise auf einer Fahrt mit der Fähre vom einen Ende des Fjordes zum anderen beobachten kann.
Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit der Flam-Bahn mit Ausstieg am Wasserfall, wo man dem Gesang der Hulda (weiblicher Troll) lauschen und sich in ihren Bann ziehen lassen kann.
Interessant sind auch die Hinterlassenschaften der Wikinger, insbesondere die Stabkirchen. Eine sehr schöne original erhaltene Kirche steht in Borgund.
Das Essen ist ein Hochgenuss, besonders für Fischfans. Bereits zum Frühstück kann man Fisch genießen. Ebenfalls auf dem morgendlichen Speiseplan stehen Joghurts und Käse aus einheimischer Milch. Eine Spezialität ist karamellisierter Ziegenkäse. Gleichfalls lecker sind das Brot und die Kekse, die zu jeder Mahlzeit angeboten werden.
Das Abendessen beginnt man meist mit einem kalten Buffet bestehend aus Wurst, frischem Fisch, Pasteteten und Salaten. Anschließend gibt es warme Küche in der Hühnchen und Bouletten nicht fehlen dürfen. Das Abendbuffet beendet man dann mit Tee und Kuchen oder und feinem Schokoladen- bzw. Karamellpudding. Ich habe immer alles genossen. Hier kann man richtig froh sein, wenn man nicht bewusst auf zu viele Kalorien und die schlanke Linie achten muss.
Das Abendessen auf dem Fährschiff war ebenfalls eine Sensation Verschiedene Sorten von Fisch, Muscheln, Krebse, Salate, Pasteten, Brot, Wurst, Fleisch, Röstkartoffeln, 10 verschiedene Sorten Eis und auch wieder Kuchen und Puddings und und und waren im Angebot.
Besonders lecker in Norwegen auch Kekse und die Schokolade.
Wer gern Alkohol trinkt, hat in Norwegen großes Pech. Mal abgesehen davon, dass er nur in Spezialgeschäften und nicht im Supermarkt zu bekommen ist, ist er auch recht teuer.
In Norwegen gibt es auch ein Theater. Das steht in Oslo. In Oslo tobt der Bär. Auf der Einkaufsmeile der „Karl Johans Gate“ finden sich viele interessante Kneipen mit ihrem speziellen Flair. Ein Muss in Oslo ist der Vigelandpark mit dem Lebenswerk von Vigeland in Form schönster Statuen, die den Menschen in jeder Lebenslage darstellen vom Beginn des Lebens bis hin zum Alter.
Was sollte man nun als CFler noch zum Land wissen. Das Klima ist sehr angenehm und mild und wird vom warmen Golfstrom beeinflusst. Die höchsten Berge erreichen ca. 2600 Höhenmeter. Man beginnt aber die Bergtouren vom Meeresspiegel aus. Ortschaften sind meist weit auseinander gelegen, so dass man immer reichlich Proviant und auch Benzin mitnehmen sollte. Ebenfalls sollte ein Akku betriebenes Inhalationsgerät nicht fehlen. Und das Mobilfunktelefon nicht vergessen. Die ärztliche Versorgung ist nicht flächendeckend gewährleistet. Medizinische Stützpunkte gibt es nur in den größeren Städten. Deshalb empfiehlt es sich, ausreichend Medikamente (z.Bsp. auch ein Antibiotikum für den Notfall) mitzunehmen. Sein Krankheitsmanagement und einen persönlichen Notfallplan sollte man sehr gut beherrschen. Und man sollte nur im stabilen Gesundheitszustand reisen.
Wer mit Sauerstoff reist, ist mit einem Sauerstoffkonzentrator wohl am besten bedient. Optimal einen, den man auch über die Autobatterie betreiben kann. Die Stromversorgung ist mit der in Deutschland identisch, alle Stecker passen problemlos.
Für die Einreise benötigt man einen gültigen Personalausweis bzw. Reisepass. Die Währung ist die Norwegische Krone. Check in und check out sind komplikationslos und mit mitgebrachten Medikamenten und Gerätschaften für die Therapie gibt es keine Probleme.
Fazit: Norwegen ist eine Reise wert. Vor allem für die, die die Seele baumeln lassen wollen und ihren Urlaub in Ruhe genießen möchten, sei es beim Angeln oder einfach nur mit Faulenzen und gutem Essen.
In der Rubrik Fotos folgen nun die hier beschriebenen Impressionen zum Genießen.
Herzliche Grüße
Carmen


