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Menschlich

Nach Jahrzehnten Engagement für seine „Mukos“ wurde Herr Dr. Tinschmann, mit OA Dr. Rietschel Leiter der CF-Ambulanz Köln/Frechen, verabschiedet. Die Worte einer erwachsenen CF-Betroffenen sprechen für sich: „Er ist außergewöhnlich menschlich, kumpelhaft, zugleich souverän.“ Dr. Tinschmann kennzeichnet vor allem sein breiter Erfahrungsschatz und sein Mut zu Neuem: So war er einer der ersten Ärzte, der sich schon frühzeitig für die Autogene Drainage einsetzte. Ein weiteres Beispiel: Vor Jahren unterhielt ich mich mit ihm über die Dauerantibiotikatherapie. „Warum halten Sie soviel davon?“ fragte ich ihn. „Aus Erfahrung.“, sagte er. „Ich habe damals in den 70-ern mit der Dauerantibiose begonnen, weil mir keine andere Wahl blieb. Alle Mukos, die heute noch leben, haben seinerzeit damit begonnen.“ Man erinnere sich: Die Dauertherapie galt damals bei den meisten wegen möglicher Resistenzen als gewagte Therapieoption. Mit seiner Art nahm Dr. Tinschmann vielen Eltern die Angst vor der Erkrankung, machte ihnen Mut, das Leben zu wagen und auf ihre Beobachtungen zu vertrauen. Ich hoffe, dass er uns allen - nicht zuletzt als Vorsitzender des Fördervereins des Mukoviszidosezentrums Köln - noch lange erhalten bleibt. Danke.

Thomas Malenke

Expertenrat