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14.03.2003

Mukoviszidose e.V. bei europäischer Anhörung

Neue Direktive zur therapeutischen Anwendung menschlicher Zellen wird grundsätzlich begrüßt

 

Gleich zweifach war der Mukoviszidose e.V. bei einer öffentlichen Anhörung vor dem europäischen Parlament am 20. Februar 2003 in Brüssel vertreten. Stephan Kruip, Vertreter des Arbeitskreis Leben und Vorstandsmitglied des Mukoviszidose e.V. und

Dr. Andreas Reimann, Geschäftsführer des Mukoviszidose e.V., der in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Europäischen Organisation für seltene Krankheiten (EURORDIS) eingeladen war, nahmen zusammen an dem Hearing teil.

 

Hintergrund der Veranstaltung war der neue Vorschlag für eine Direktive des Europäischen Parlaments für einheitliche Standards beim Umgang mit menschlichen Zellen und Gewebe bei der therapeutischen Anwendung. Neben europäischen Organisationen, Industrie- und Wissenschaftsverbänden sollen somit auch die betroffenen Patientenorganisationen die Möglichkeit bekommen, ihre Interessen bei der Gestaltung mit einzubringen.

 

Übereinstimmend äußerten sich die Beteiligten, dass es eine einheitliche europäische Gesetzgebung für die therapeutische Anwendung menschlicher Zellen geben muss. Kruip und Reimann forderten, die Direktive auch bereits auf die Forschung mit menschlichen Zellen und Geweben auszudehnen. Dies sei notwendig um einerseits die Forschung auf europäischer Ebene gerade für die seltenen Krankheiten voranzutreiben und andererseits ethische Mindeststandards festzuschreiben. Es wurde kritisiert, dass neben der Regelung der technischen Aspekte die damit verbundenen ethischen Gesichtspunkte im vorliegenden Entwurf nur geringfügig berücksichtigt werden. Es gehe nicht an, so Reimann, „Techniken europaweit zu vereinheitlichen und dabei die Ethik zu regionalisieren“. Notwendig seien europäische Mindeststandards, die jeweils durch die Mitgliedsstaaten noch verbessert werden könnten. Dies gelte für den Schutz des Spenders genauso wie für die Verwendung von Zellen, die nur durch die Tötung eines menschlichen Embryos gewonnen werden könnten.

 

Weitere Informationen zu der Anhörung gibt es unter

www.euractiv.com/cgi-bin/cgint.exe/?targ=1&204&OIDN=1504775

 

 

Expertenrat