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Vier Monate nach der Gesundheitsreform

Mukoviszidose-Betroffene stark belastet

 

Nationaler Mukoviszidose Tag soll auf die Probleme

der Betroffenen aufmerksam machen

 

Berlin, 6. Mai 2004. Zum Nationalen Mukoviszidose Tag - mehr als 100 Tage nach der Gesundheitsreform - ziehen die Vertreter von

Mukoviszidose-Betroffenen erstmals Bilanz. "Erst jetzt werden die Aus-wirkungen für die Betroffenen fassbar. Wir beobachten eine gezielte Verunsicherung der Ärzte durch die kassenärztlichen Vereinigungen. Ungeachtet der Versicherungen von Politikern und Gesundheits-funktionären müssen Mukoviszidose-Patienten weiterhin darum kämpfen, dass wichtige, nicht-verschreibungspflichtige Medikamente auch in Zukunft erstattet werden. Fehlen diese Medikamente, kann dies in vielen Fällen zu einer erheblichen Verschlechterung des Gesund-heitszustands führen oder manche Betroffene in die Sozialhilfe treiben", sagt Dr. Andreas Reimann, Geschäftsführer des Mukoviszidose e.V.

 

"Jetzt schlägt die Stunde der Selbstverwaltung"

Reimann appelliert an die Selbstverwaltung der Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser: "Jetzt schlägt die Stunde der Selbstverwaltung. Wir müssen gemeinsam Sorge dafür tragen, dass positive Ansätze der Gesundheitsreform nicht versanden. Ein Beispiel: Die neuen Vertrags-formen für die ambulante Behandlung von Mukoviszidose-Patienten in speziellen Krankenhaus-Ambulanzen drohen im Zuständigkeitsdickicht zu versanden. Der Grund: Die Finanzierung ist noch nicht geregelt."

 

Engagieren sich für Mukoviszidose-Betroffene:

Nina Hagen, Peter Hahne, Michaela May

Um auf die Situation der Mukoviszidose-Patienten aufmerksam zu ma-chen, engagieren sich am zweiten Nationalen Mukoviszidose Tag ne-ben Stars  wie Nina Hagen, Michaela May oder Peter Hahne auch viele Schutzengel. Fast alle Engel sind Schüler des Mahatma-Ghandi-Gymnasiums in Berlin. Ihre Mission: Die Bevölkerung über das Leben mit Mukoviszidose informieren. Allein in Berlin sendeten am Morgen Nina Hagen und Michaela May über 50 himmlische Helfer von der Reichstags-Wiese aus in das gesamte Stadtgebiet. Weitere Aktionen folgen in Aurich, Freiburg, Münster, Nordenkirchen und Trier.

 

Nina Hagen: "Zeigt, dass Euch ihre Sorgen interessieren!"

Die Unterstützung der Bevölkerung erhoffen sich die Veranstalter be-sonders über die neue Marke des Engagements für Mukoviszidose-Patienten: einen Engelsflügel zum Anstecken. "Ich möchte gerne dazu aufrufen, den Flügel-Anstecker zu tragen. Mit diesem Anstecker könnt Ihr den Betroffenen zeigen, dass Ihr Euch für ihr Leben und ihre Sorgen interessiert!" sagt die Künstlerin Nina Hagen. Den Button gibt es unter www.muko.info.

Mukoviszidose ist eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. In Deutschland leben rund 8.000 Menschen mit der bis heute unheilbaren und tödlichen Krankheit. Durch eine Störung des Salz- und Wasser-transports in die Körperzellen kommt es zur Bildung von zähflüssigem Schleim. Organe wie die Lunge oder die Bauchspeicheldrüse werden ir-reparabel geschädigt.

 

Ein Pressefoto der Schutzengel-Aktion mit Nina Hagen und Michela May gibt es unter www.muko.info: Pressefoto

 

+++ Der Nationale Mukoviszidose Tag wird unterstützt von: 98.2 Radio Paradiso, Air Berlin GmbH und Co Luftverkehrs KG, Honda Motor Europe (North) GmbH, Konrad-Adenauer-Stiftung und Schülern des Mahatma-Ghandi-Gymnasiums in Berlin +++

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