Gefährlicher Unsinn: Heilpraktikerin verspricht Heilung durch naturheilkundliche Medizin
Stellungnahme des Mukoviszidose e. V. zur Pressemeldung „Mukoviszidosis – eine iatrogene Erkrankung?“
Bonn, 19.3.2002 - Kürzlich meldete die Zeitschrift „Raum & Zeit“ (Ausgabe 116/2002), Mukoviszidose sei nicht auf einen genetischen Defekt zurückzuführen. Vielmehr handele es sich bei der Krankheit um die Spätfolge einer falschen schulmedizinischen Antibiotika-Behandlung. Darüber hinaus stellt die Autorin, Heilpraktikerin Elfriede König, sogar eine Heilung der Krankheit in Aussicht: wenn die Mukoviszidose-Patienten sich von der schulmedizinischen Therapie ab- und einer alternativen Heilmethode zuwenden. Diese Empfehlung ist äußerst gefährlich, denn die körpereigene Abwehr der Mukoviszidose-Patienten reicht nicht aus, um die Lunge vor bakteriellen Infektionen (vor allem Pseudomonas aeruginosa) zu schützen. Aus diesem Grund ist die Antibiotika-Therapie für Mukoviszidose Patienten wichtig und in vielen Fällen sogar lebensrettend. Der Artikel entbehrt jeder medizinischen Grundlage, wenn er den Patienten von einer Antibiotika Einnahme abrät. Ein Versprechen, die Erbkrankheit Mukoviszidose mit alternativen Ansätzen heilen zu können, ist nichts als eine „Werbung für alternative Heilmethoden“, die nur die Hoffnung von Patienten und Eltern auf eine Heilung der Krankheit ausnutzt.


