Chemie-Nobelpreis: Auszeichnung auch für CF-Pinonierarbeit
Bonn, 7. Oktober 2005. Der Chemie-Nobelpreis 2004 geht an drei Mediziner, die auch für die CF-Forschung wichtige Pionierarbeit geleistet haben. Seit über zwanzig Jahren arbeiten die Wissenschaftler daran, das zelluläre Abbausystem alter oder fehlerhafter Eiweiße aufzuklären. Mit ihren Ergebnissen liefern sie der CF-Forschung wichtige Hinweise, wie das defekte CFTR-Eiweiß in der Zelle abgebaut wird. Da CF-Forscher bereits nachweisen konnten, dass defekte CFTR-Eiweiße (bei ΔF508 Defekt) funktionieren, wenn sie in die Membran eingebaut werden, besteht eine große Therapiehoffnung darin, das zelluläre Abbausystem für den ΔF508-CFTR-Kanal gezielt zu unterbrechen um den Einbau des CFTR-Kanals in die Zellmembran zu erreichen. Auf diese Weise könnte eine teilweise CFTR-Funktion wieder hergestellt werden und zur wirksamen Behandlung von Patienten mit einer ΔF508-Mutation beitragen.
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