Schonende Bilder ohne gefährliche Strahlen

In einer ersten vom Mukoviszidose e.V. finanzierten Studie hatten Dr. med. Julie Häselbarth von der Universitätsklinik Heidelberg und Dr. med. Michael Puderbach vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg bei älteren Kindern und Erwachsenen als Bild gebendes Verfahren die Magnet-Resonanz- Tomographie (MRT) erfolgreich angewandt. Sie liefert viel aussagekräftigere Bilder als das Röntgen und das ohne gefährliche Strahlen. 40 Minuten dauert eine MRT-Untersuchung. Die Patienten werden dazu auf einer Liege in eine große Röhre gefahren, die gespenstische Geräusche macht. Kinder unter sechs Jahren bekommen in der Röhre jedoch Angst und können noch nicht den Anweisungen der Ärzte folgen, die über Lautsprecher übermittelt werden. Deshalb ist das MRT-Verfahren für kleine Kinder bisher nicht geeignet. Schwerwiegende Veränderungen in ihrer Lunge bleiben den Ärzten so verborgen. Diese Diagnoselücke muss dringend geschlossen werden. Das Heidelberger Ärzteteam hat das Verfahren angepasst, so dass die MRT bereits bei kleinen Kindern angewandt werden kann. Die Untersuchung dauert hier nur 20 Minuten. In einer neuen, ebenfalls vom Mukoviszidose e.V. finanzierten Studie, wollen die Ärzte dieses neue MRT-Verfahren an Kindern unter sechs Jahren testen. Bei Erfolg verspricht die Studie ein schonendes Bildgebungsverfahren, durch das Ärzte schon früh und im Detail Veränderungen der Lunge auch bei den kleinsten Mukoviszidose-Patienten feststellen können. Die Lunge der Kinder kann besser erhalten werden. Unheilbar kranke Kinder bekommen eine Chance, länger zu leben.

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