10 Jahre Haus Schutzengel

Weil Nähe Kraft schenkt. 10 Jahre Haus Schutzengel

Im Haus Schutzengel ist die psychosoziale Betreuung wichtig: Ein gemeinsames Frühstück bietet den Bewohnern des Hauses die Möglichkeit, mit den Mitarbeiterinnen des Hauses und anderen Bewohnern ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen oder Eindrücke aus der Klinik „loszuwerden“.

Foto: Joanna Nottebrock

Im Oktober 2008 eröffnete der Mukoviszidose e.V. sein Haus Schutzengel in der Nähe der Medizinischen Hochschule Hannover. 2018 feiert das Haus sein zehnjähriges Jubiläum. Zeit, Revue passieren zu lassen. Marco Schreyl, Radio- und Fernsehmoderator, steht als prominenter Pate fest an der Seite von Haus Schutzengel.


Die Gründungsidee

Der Mukoviszidose e.V. eröffnete im Oktober 2008 das Haus Schutzengel mit dem Ziel, ambulanten Patienten und Familien von Patienten mit längerem Klinikaufenthalt eine finanzierbare Unterkunft zu bieten. Zwischen 2007 und 2008 wurde das Haus komplett umgebaut. Es wurde an die Bedürfnisse der an Mukoviszidose-Erkrankten und ihrer Angehörigen angepasst. Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer mit Bad. Außen- und Treppenlift erleichtern den Zugang zum Haus, die Oberflächen des Mobiliars sind desinfizierbar. Das Haus bietet Bewohnern einen Hygienestandard, der es Mukoviszidose-Betroffenen und auch anderen zum Teil schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten ermöglicht, dort „sicher“ zu übernachten. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 2008 fanden bereits über 860 Menschen mit ihren Familien im Haus Schutzengel ein Zuhause auf Zeit.


Psychosoziale Betreuung

Daneben ist die psychosoziale Betreuung der Bewohner besonders wichtig. Ein gemeinsames Frühstück bietet ihnen die Möglichkeit, mit den Mitarbeiterinnen des Hauses und anderen Bewohnern ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen oder Eindrücke aus der Klinik „loszuwerden“. Für große und kleine Sorgen sowie sozialrechtliche Belange sind die Mitarbeiterinnen auch außerhalb des gemeinsamen Frühstücks ansprechbar.

Ihre Ansprechpartnerin

Helga Nolte, Leitung Haus Schutzengel / Angebot muko.fit

Helga Nolte
Leitung Haus Schutzengel / Angebot muko.fit
Tel.: +49 (0)511 76 16 329
Mobil: +49 (0)151 629 218 43
E-Mail: HNolte(at)muko.info


Gabriela Pszolla
Hausbetreuung Haus Schutzengel
Tel.: +49 (0)511 76 16 329
Mobil: +49 (0)151 629 226 01
E-Mail: GPszolla(at)muko.info


Das Jubiläum

Als Miriam eine neue Lunge bekam, wohnte ihre Familie im Haus Schutzengel.

Das Jahr 2018 werden wir nutzen, um über das Angebot von Haus Schutzengel zu informieren. An dieser Stelle werden Sie über das Jahr verteilt Geschichten aus zehn Jahren Haus Schutzengel lesen.

So wie die von Miriam. Sie wurde 2013 in Hannover transplantiert und bekam eine neue Lunge. Dank Haus Schutzengel konnte ihre Mutter die ganze Zeit bei ihr sein. Miriam sagt: „Die Nähe meiner Mutter gab mir Kraft!“

Miriams Geschichte lesen

In unserem Blog erzählt Helga Nolte, die Leiterin von Haus Schutzengel, was das Haus für sie bedeutet.

Interview lesen


10 Jahre Haus Schutzengel - der Film

Bewohner und Mitarbeiter erzählen von Haus Schutzengel - mit einem Grußwort unseres Paten Marco Schreyl.

Helfen Sie mit

Nur dank der Hilfe vieler Unterstützer können wir im Haus Schutzengel Menschen mit Mukoviszidose und deren Angehörigen ein Zuhause auf Zeit bieten. Helfen auch Sie mit Ihrer Spende oder einer  Benefizaktion!

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Moderator Marco Schreyl setzt sich seit mehr als zehn Jahren für den Mukoviszidose e.V. ein. Foto: Immo Fuchs.

Marco Schreyl. Foto: Immo Fuchs

Prominenter Pate ist Marco Schreyl

Marco Schreyl ist unser prominenter Pate für das Haus Schutzengel. „Das Haus Schutzengel ist ein tolles Projekt des Mukoviszidose e.V. In besonders schweren Zeiten finden Mukoviszidosekranke und ihre Familien dort Wärme und Geborgenheit. Ich war schon 2008 als Pate bei der Eröffnung des Hauses dabei und habe gesehen, wie wichtig dieses Projekt für Menschen mit der Krankheit ist. Helfen auch Sie mit, damit Betroffene dort weiterhin ein Zuhause auf Zeit finden“, so der beliebte Radio- und Fernsehmoderator, der sich bereits seit über zehn Jahren für Menschen mit Mukoviszidose einsetzt.

Besonders gefallen hat mir die herzliche und freundliche Art, mit der ich aufgenommen wurde. Man fühlte sich nie allein, es wurde mit anderen Bewohnern zusammen gefrühstückt und man konnte sich in Gesprächen austauschen. Bei persönlichen oder sozialen Problemen standen Frau Nolte und ihr Team mir unterstützend zur Seite. Sie leisten dort wirklich ganz hervorragende Arbeit. Man fühlt sich nicht als Gast, sondern es ist wie ein ‚nach Hause kommen‘. Ich konnte für mich in dieser schweren Zeit Kraft tanken und innerlich zur Ruhe kommen, wovon sicherlich auch meine Tochter profitiert hat. Von ganzem Herzen Danke dafür!

Mutter einer Mukoviszidose-Betroffenen

Schnelle und unbürokratische Hilfe im Haus Schutzengel – Interview mit Insa Krey

Insa Krey unterstützt das Haus Schutzengel schon sehr lange. Seit über zehn Jahren organisiert sie jährlich den Mukoviszidose-Spendenlauf in Hannover, dessen Erlös an Haus Schutzengel geht. Was sie mit dem Haus Schutzengel verbindet, hat sie uns im Interview erzählt.

Wie sind Deine Verbindungen zu Haus Schutzengel?

Ich komme gebürtig aus dem Landkreis Cuxhaven. Seit Anfang der 80er Jahre bin ich in der MHH in Behandlung, d.h. meine Eltern sind mit mir immer zur MHH gefahren (zur Ambulanz oder ins Krankenkaus). Wenn ich stationär lag, haben sie mich auch in der Woche ein- oder zweimal besucht und natürlich am Wochenende. Für die Wochenenden wurde dann meist ein Zimmer in einer Pension gebucht. Die Besuche meiner Eltern waren immer sehr schön und auch wichtig für mich. Sie haben mir geholfen - vor allem in den schlechten Zeiten. Ich habe während meiner Zeit in der Kinderklinik oft Zimmergenossen gehabt, deren Eltern nicht so oft zu Besuch kommen konnten. Meistens war es eine Preisfrage (Hannover war zu weit weg – Fahrkosten – und die Übernachtung zu teuer). Deswegen unterstütze ich das Haus Schutzengel, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie wichtig es ist, die Familie in schweren Zeiten in der Nähe zu haben.

Nach meiner Lungentransplantation 2014 waren meine Eltern natürlich auch vor Ort. Sie haben drei Wochen im Haus Schutzengel gewohnt. Seit dieser Zeit weiß ich das Haus noch viel mehr zu schätzen. Die schnelle und unbürokratische Hilfe, die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen (was aber nicht sein muss), und die Möglichkeit sich selbst zu verpflegen (und auch die Patienten) – das alles ist toll. Ich hatte ein paar Tage nach der Transplantation Geburtstag. Meine Mutter hat mir im Haus Schutzengel einen Käsekuchen gebacken. Es war der beste Käsekuchen ever. :-)

Was ist für Dich das Besondere an Haus Schutzengel?

Jeder ist für sich und doch ist es familiär. Man kann sich mit anderen austauschen oder Hilfe bekommen, aber man muss die anderen nicht sehen, wenn man nicht will und lieber für sich sein will.

Man ist in nur wenigen Minuten in der MHH, diese Nähe ist sehr wichtig. Man kann sich selbst verpflegen und hat ein schönes Zimmer – UND alles ist bezahlbar. Dieser Service ist wirklich toll. Gerade wenn es den Mukoviszidose-Betroffenen schlecht geht und man ins Krankenhaus muss, hat man als Angehöriger nicht den Kopf frei, sich um Übernachtungen und alles Drumherum Gedanken zu machen. Das Haus Schutzengel hilft dort, wo geholfen werden muss. Es erleichtert das Leben der Mukoviszidose-Familien.

Zuletzt aktualisiert: 02.05.2018