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Kanadische Untersuchung zur Reinigung der Atemwege: PEP verhindert Exazerbationen

Bei Patienten mit Mukoviszidose spielt die physiotherapeutische Atemtherapie zur Unterstützung des Abhustens des Schleims eine wichtige Rolle. Dafür stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung.
In einer randomisierten Studie in 12 CF-Zentren in Kanada wurden nun zwei Methoden der Sekret-fördernden Atemphysiotherapie im Langzeitvergleich untersucht. Nachdem die 107 Patienten eine zwei Monate andauernde Washout-Phase (keine Benutzung einer der beiden Geräte) durchlaufen hatten, benutzten sie zur Sekretmobilisation für die kommenden 12 Monate entweder die PEP-Maske (Positive Expiratory Pressure) oder die „Schüttelweste“ (High Frequency Chest Wall Oscillation, HFCWO). Der Hintergrund für die Studie war die Tatsache, dass in den USA überwiegend HFCWO durchgeführt wird, in Kanada verwenden die meisten Patienten die PEP-Maske für ihre Physiotherapie. Die in Europa bevorzugte Methode der Autogenen Drainage wurde in dieser Studie nicht untersucht.
Als Parameter zur Wirksamkeit der beiden Geräte wurde die Anzahl der Exazerbationen in der Lunge gemessen und damit verbunden die Zeit bis zur ersten Exazerbation, sowie die Lungenfunktion, die Lebensqualität und die körperliche Aktivität.
Die Ergebnisse zeigten eine signifikant höhere Anzahl Exazerbationen bei den Patienten, die die Schüttelweste verwendet hatten im Vergleich zu den Patienten, die die PEP-Maske verwendet hatten. Die Zeit bis zur ersten Exazerbation war allerdings in beiden Gruppen gleich.

Jetzt aktuell dazu auch die Publikation der Studie: Long-term multicentre randomised controlled study of high frequency chest wall oscillation versus positive expiratory pressure mask in cystic fibrosis.