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Medikamentenallergien bei Mukoviszidose: Zwei Forschungsprojekte zum Thema an der Charité Berlin

Zum Thema Medikamentenallergien bei Patienten mit Mukoviszidose werden zurzeit zwei Forschungsprojekte an der Charité in Berlin durchgeführt. Für beide Projekte werden noch Teilnehmer gesucht.

Foto: Vadim Guzhva

Projekt „Drug Hypersensitivity in Cystic Fibrosis - Development of Diagnostic and Management Strategies“

Das erste Projekt richtet sich an Mukoviszidose-Patienten ab 12 Jahren, die aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion ein intravenöses Antibiotikum nicht mehr bekommen konnten. In der Studie werden Provokationstestungen als reguläre Antibiotikabehandlungen mit denen unter Verdacht stehenden Antibiotika unter stationären Bedingungen durchgeführt. Dabei wird untersucht, ob sich etwaige Reaktionen mit Biomarkern vorhersagen lassen. Bislang ist bei 25 Prozent der getesteten Patienten erneut eine Unverträglichkeitsreaktion aufgetreten. Für 75 Prozent der Teilnehmer bedeutet dies, dass das vorher gemiedene Antibiotikum wieder zur Verfügung steht. Der Mukoviszidose e.V. unterstütz das Projekt finanziell. 

Einschlusskriterien:

  • CF und mindestens 12 Jahre alt
  • Mindestens ein intravenöses Antibiotikum in Karenz aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion
  • Indikation für eine IV Therapie (akut oder elektiv) 

Ausschlusskriterien (nur auf das spezifische Medikament bezogen):

  • Systemische Corticosteroidtherapie
  • Drug Induced Liver Injury (Leberbeteiligung bei der Reaktion)
  • Schwere (bullöse) Hautreaktionen (Steven-Johnson, DRESS Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse)
  • Medikameneteninduzierte Hämolyse
  • Schwere Nieren- und Leberinsuffizienz

Weitere Informationen zum Projekt (unter Kurzbeschreibung laufender Projekte auf "Allergische Reaktion auf Medikamente - Entwicklung von Strategien zum Umgang mit Antibiotika Allergien in Diagnose und Therapie (1705)" klicken)

Projekt „X-Caftor

Das zweite Projekt untersucht allergische Sensibilisierungen von Mukoviszidose-Patienten gegen Ivacaftor, Lumacaftor und Tezacaftor. Hierfür werden Patienten gesucht, die Reaktionen auf CFTR-Modulatoren hatten und bei denen deswegen die ursächliche Therapie mit dem CFTR-Modulator beendet wurde. In der ersten Phase des Projektes ist die Analyse von spezifischen Lymphozyten geplant.

 Einschlusskriterien:

  • CF
  • Mindestens ein CFTR-Modulator in Karenz aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion

Ausschlusskriterien:

  • Keine

Weitere Informationen zu beiden Projekten erhalten Sie bei Dr. Jobst Röhmel, E-Mail: jobst.roehmel(at)charite.de