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Mukoviszidose e.V. schreibt neue Forschungsprojekte aus

Forschungsförderung des Vereins geht in neue Runde

Mikroskop. Symbolbild.

Bonn, 26. April 2018. Getreu seinem Motto „Helfen. Forschen. Heilen.“ hat der Mukoviszidose e.V. auch in diesem Jahr wieder Forschungsprojekte ausgeschrieben. Bis zum 15. Juli 2018 haben Wissenschaftler die Möglichkeit, ihre Anträge in den Bereichen Projektförderung und Nachwuchsförderung einzureichen. Mit seiner Forschungsförderung unterstützt der Mukoviszidose e.V. Forschungsprojekte und klinische Studien aus dem Bereich Mukoviszidose, die einen Nutzen für die Patienten erwarten lassen.

„Wir verfolgen das Ziel, therapierelevante Entwicklungen zu beschleunigen, die die Lebensqualität oder -erwartung von Menschen mit Mukoviszidose verbessern können“, sagt Dr. Miriam Schlangen, Mitglied der Geschäftsführung des Mukoviszidose e.V., Leitung Fachbereich Forschung, Therapieförderung und Gesundheitspolitik.

Projektförderung

Die Ausschreibung im Bereich „Projektförderung“ ist bewusst themenoffen. Sie soll Arbeitsgruppen in Deutschland unterstützen, für Mukoviszidose relevante Fragestellungen zu bearbeiten und Vorarbeiten durchzuführen, die als Vorbereitung auf andere nationale und internationale Ausschreibungen notwendig sind. Antragsberechtigt sind Forscher und Kliniker aus Arbeitsgruppen, die in Deutschland ansässig sind. Pro Forschungsvorhaben können die Antragsteller maximal 200.000 Euro beantragen.

Alle Anträge werden in einem zweistufigen Evaluierungsverfahren begutachtet, das rund ein Jahr in Anspruch nimmt. Anhand des eingereichten Kurzantrags entscheidet der Vorstand der Forschungsgemeinschaft Mukoviszidose (FGM) im Mukoviszidose e.V., ob der Antragsteller aufgefordert wird, einen ausführlichen Antrag einzureichen. Diesen evaluieren anschließend externe Gutachter. „Wir finanzieren unsere Forschungsförderung mit Spendengeldern, da ist eine intensive Begutachtung der Projektanträge notwendig“, erläutert Schlangen. Antragsteller haben außerdem die Möglichkeit, die Förderung eines Kleinprojekts (bis maximal 20.000 Euro) zu beantragen. Hier ist das Antragsverfahren einstufig und eine Entscheidung wird in der Regel innerhalb von drei bis sechs Monaten getroffen.

Nachwuchsförderung

Darüber hinaus finanziert der Mukoviszidose e.V. Personalmittel für junge und engagierte Forscher während ihrer Qualifikationsphase. Für das Modul „Nachwuchsförderung“ können sich Ärzte mit abgeschlossener Promotion, die sich in der Facharztausbildung befinden und sich gleichzeitig wissenschaftlich weiterqualifizieren wollen (z. B. Habilitation) sowie naturwissenschaftliche Doktoranden oder Post-Docs bewerben. Die Fördersumme beträgt maximal 100.000 Euro.

Informationen zur Antragstellung (inkl. Formulare) gibt es auf der Internetseite des Mukoviszidose e.V.

Zur Ausschreibung

Hintergrund-Informationen

Über Mukoviszidose
In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.

Über den Mukoviszidose e.V.
Der Mukoviszidose e.V. vernetzt die Patienten, ihre Angehörigen, Ärzte, Therapeuten und Forscher. Er bündelt unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen sowie Perspektiven mit dem Ziel, jedem Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Mukoviszidose ermöglichen zu können. Damit die gemeinsamen Aufgaben und Ziele erreicht werden, ist der gemeinnützige Verein auf die Unterstützung engagierter Spender und Förderer angewiesen. Die Mukoviszidose Institut gGmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Mukoviszidose e.V.

Pressekontakt:
Mukoviszidose e.V.
Juliane Tiedt
Telefon: +49 (0)228 9 87 80-22
Mobil: +49 (0)171 9582 382
E-Mail: JTiedt(at)muko.info