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Schonende Diagnose für kleine Mukovisziose-Patienten

Bei Säuglingen und Kleinkindern mit Mukoviszidose lassen sich jetzt frühe Veränderungen der Lunge zuverlässig und schonend zugleich diagnostizieren. Das ergab eine Studie der Universität Heidelberg. Mit Hilfe des strahlenfreien Bildgebungsverfahren Magnetresonanztomographie (MRT) können Ärzte frühzeitig mit der Behandlung beginnen und den Krankheitsverlauf  sowie die Therapieerfolge regelmäßig kontrollieren. Bislang standen dafür nur die strahlenintensive Computertomographie oder Röntgen und die Lungenspiegelung unter Vollnarkose zur Verfügung.

Durchbruch für die Frühdiagnose bei Mukoviszidose

"Das ist ein Durchbruch für die Frühdiagnose und Therapie dieser angeborenen Lungenerkrankung", sagt Professor Dr. Marcus Mall, Ärztlicher Direktor der Abteilung Translationale Pneumologie am Zentrum für Translationale Lungenforschung (TLRC) und Leiter des Mukoviszidose-Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Studie im Rahmen des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) wurde vom Mukoviszidose e.V. gefördert. „Wir gratulieren Professor Mall und seinem Team ganz herzlich zu der herausragenden Leistung. An diesem Projekt mit unserer Forschungsförderung mitgewirkt zu haben – das macht uns stolz und froh“, sagt Horst Mehl, Bundesvorsitzender des Mukoviszidose e.V. in Bonn. Mit seinem umfassenden Förder-Programm unterstützt der gemeinnützige Verein sowohl die Erforschung von diagnostischen Methoden als auch die klinische Forschung neuer Medikamente.