Altersvorsorge

Altersvorsorge

Formulare

Altersvorsorge und Altersarmut sind auch für an Mukoviszidose Erkrankte heute wichtige Themen, denn die Betroffenen werden aufgrund verbesserter Therapien immer älter. Wir haben einige Aspekte rund um die Altersvorsorge für Sie auf dieser Seite zusammengefasst.


„Altersarmut“ – auch ein Thema für Mukoviszidose-Betroffene?

Schon bei gesunden Menschen reicht die Altersrente häufig nicht aus, um im Alter annähernd den gleichen Lebensstandard zu erhalten wie während der Zeit der Berufstätigkeit.

Bei chronisch Kranken kommt erschwerend hinzu, dass ihre Leistungsfähigkeit oft nicht ausreicht, um bis zum Erreichen der Altersrente zu arbeiten. Sie beziehen oft schon vorher eine Erwerbsminderungsrente, die häufig sehr gering ausfällt. Auch Mukoviszidose-Betroffene sollten daher für ihr Alter vorsorgen.


Wo liegt das Problem?

Normalerweise kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung das Risiko der Erwerbsunfähigkeit absichern: Versicherte erhalten dann zusätzlich zur gesetzlichen Erwerbsminderung einen monatlichen Betrag aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Leider bieten reine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen keine Absicherung für Mukoviszidose-Betroffene an.


Was können Mukoviszidose-Betroffene tun?

Es gibt kein Patentrezept dafür, was Mukoviszidose-Betroffene für ihre Altersvorsorge tun können. Der erste wichtige Schritt zu einer guten Rente ist eine gute Ausbildung. Durch einen gut bezahlten Beruf steigen die Chancen, möglichst viel in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu können. Im Fall einer Erwerbsminderung erhalten Sie dann mehr Erwerbsminderungsrente. Der Mukoviszidose e.V. bietet alle zwei Jahre das Seminar „CF und Beruf“ an, um gerade jugendlichen Mukoviszidose-Betroffenen ein gutes Rüstzeug für den Start ins Berufsleben zu geben.

Sollte Ihre Erwerbsminderungsrente nicht ausreichen, sind Sie darauf angewiesen, diese durch die Grundsicherung aufzustocken. Wenn Sie Grundsicherung beziehen müssen, müssen Sie aber zuerst Ihr Vermögen bis auf den Schonbetrag von 5.000 Euro (für Alleinlebende) aufbrauchen. Wenn Sie wissen möchten, wie viel Rente Sie beziehen würden, wenn Sie erwerbsgemindert sind, können Sie eine Renteninformation bei der Rentenversicherung anfordern.


Wie können Mukoviszidose-Betroffene vorsorgen?

Leider ist es schwer zu beantworten, was Mukoviszidose-Betroffene wirklich für die Altersvorsorge tun können. 

Wenn Sie privat vorsorgen möchten, sollten Sie sich im Vorfeld einige Gedanken darüber machen. Fragen sind zum Beispiel: „Wie lange kann ich einzahlen?“, „Wie viel kann ich einzahlen?“, „Wie flexibel müssen mir meine Reserven zur Verfügung stehen?“.

Bitte beachten Sie dabei aber: Sollten Sie im Fall einer Erwerbsminderung auf die Grundsicherung angewiesen sein, werden mögliche private Versicherungen darauf angerechnet. In diesem Fall können Sie nur die staatlich geförderte „Riesterrente“ retten. Diese wird aber erst ab dem 62. Lebensjahr ausgezahlt.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Annabell Karatzas, Rechtsanwältin, Psychosoziale und Sozialrechtliche Beratung

Annabell Karatzas
Psychosoziale und sozialrechtliche Beratung
Tel.: +49 (0)228 98780-32
E-Mail: AKaratzas(at)muko.info
Bitte beachten Sie die Beratungszeiten


Nathalie Pichler
Psychosoziale und sozialrechtliche Beratung / Klimamaßnahmen
Tel.: +49 (0)228 98780-33
E-Mail: NPichler(at)muko.info
Bitte beachten Sie die Beratungszeiten



Projekt 60

Der Mukoviszidose e.V. hat aufgrund der Problematik der Altersvorsorge bei Mukoviszidose das „Projekt 60“ ins Leben gerufen. Das Projekt kümmert sich intensiv um das Thema und versucht, Lösungsmöglichkeiten zu finden und aufzuzeigen. Außerdem entwickelt das „Projekt 60“ Informationsblätter und vermittelt Ansprechpartner zum Thema Altersvorsorge.

Zuletzt aktualisiert: 24.10.2017