Therapie und Alltag

Therapie im Alltag umsetzen

Die Physiotherapie gehört für Mukoviszidose-Betroffene zur wöchtentlichen Therapie.

Durch konsequente Therapie können Sie den Verlauf Ihrer Mukoviszidose entscheidend beeinflussen. Therapietiefs und Motivationsflauten gibt es zwar immer wieder mal, doch lange sollten diese nicht anhalten. Wie schaffen Sie es also, dran zu bleiben, sich aus Tiefs und Motivationslöchern wieder herauszuarbeiten oder gar nicht erst hineinzufallen?


Und täglich grüßt das Murmeltier

Je umfassender und zeitaufwändiger die Therapie ist, desto schwerer fällt es, sie jeden Tag in vollem Umfang umzusetzen. Wenn Sie sich darüber bewusst werden, warum Sie die Therapie machen und welches Medikament was bewirken soll, empfinden Sie den Therapiealltag zunehmend leichter.

Setzen Sie sich Ziele! Das können ganz unterschiedliche Dinge sein: vom Besuch eines Konzerts bis hin zum Aktivurlaub, den Sie dank der Therapie erreichen können. Sehen Sie Ihre Therapie als Mittel, um an Ihr Ziel zu gelangen. Eine feste Tagesstruktur, in der Sie die Zeiten für die notwendigen Therapien fest einplanen, kann Ihnen helfen, die Therapie nicht zu vergessen. Gönnen Sie sich während der Behandlung etwas, was Sie sich sonst nicht gönnen, zum Beispiel um diese Uhrzeit fernzusehen. Auch kann es helfen, sichtbar zu machen, was Sie schon alles geschafft haben, etwa mit Listen zum Abhaken. Sich selbst loben und stolz auf sich sein, wenn Sie den Therapie-Marathon geschafft haben oder sich nach einer Woche konsequent umgesetzter Therapie nochmal etwas Besonderes gönnen, ist auch eine Möglichkeit um sich zusätzlich zu motivieren.

Die folgende Checkliste kann Ihnen dabei helfen, herauszufinden, wie konsequent Sie einzelne Bausteine der CF-Behandlung umsetzen. Wenn Sie die Aussagen bei einem Medikament, Inhalation oder Verordnung besonders oft Verneinen, kann dies ein Ansatzpunkt sein, genau darüber noch einmal mit Ihrem Arzt zu sprechen.


Checkliste

Ich mache die Therapie, denn…

  • … ich möchte etwas tun, damit es mir besser geht.
  • …die Therapie hilft mir, meine Ziele zu erreichen.
  • … ich glaube, dass die Therapie langfristig einen echten Unterschied für mich ausmachen wird.
  • … ich merke direkt, wenn ich sie mal vergesse.
  • … ich weiß, warum und wie ich sie durchführen muss.
  • … ich habe sie als festes Ritual in den Alltag eingebaut.
  • … Familie und Freunde unterstützen mich darin.
  • … ich habe das Für und Wider ausgiebig mit meinem Arzt besprochen.

Work-Life-Health-Balance

Beruf oder Ausbildung, Freunde, Hobbys und/oder eine Partnerschaft gilt es, mit den täglichen Behandlungszeiten unter einen Hut zu bringen. Das kann schon einmal schwierig werden. Da jeder für sich andere Schwerpunkte setzt, kann es keine allgemein gültigen Ratschläge geben. Aber eine übermäßige Betonung einzelner Lebensbereiche führt oft dazu, dass andere Bereiche zu kurz kommen. Wichtig ist, dass eine stabile Gesundheit die Grundlage ist, auf der Sie aufbauen können. Sie hilft Ihnen dabei, leistungsfähig zu bleiben, sodass Sie genügend Kraft für Ihren Beruf, Ihre Freunde und Freizeitaktivitäten sowie für eine Partnerschaft haben. Die Signale des Körpers auszublenden und die Therapieumsetzung zu vernachlässigen, kann vielleicht eine gewisse Zeit gut gehen. Aber dauerhaft? Zwar kann niemand immer nur funktionieren, doch sollten Sie schnell den inneren Schweinehund überwinden, um ein Therapietief zu überwinden. Wichtig ist hierbei, eine gute Balance zwischen den verschiedenen Bereichen zu finden. Dabei sollte man zwar mit der CF Leben, aber nicht für sie.

Zuletzt aktualisiert: 24.10.2017