Therapie im Alltag

Therapie im Alltag

Pillendose: Mukoviszidose-Betroffene müssen täglich Medikamente einnehmen.

Bei Mukoviszidose sind tägliche Therapien notwendig. Jeden Tag zu inhalieren, Medikamente zu nehmen oder regelmäßig Physiotherapie zu machen, ist organisatorisch aufwändig und kann belastend sein. Eltern und ihre Kinder stehen vor der Herausforderung, diese therapeutischen Abläufe in den Alltag zu integrieren. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.


Es ist ein großes Maß an Disziplin auf Seiten von allen Beteiligten nötig, um zu gewährleisten, dass das betroffene Kind die notwendige Therapie regelmäßig durchführt. Dies stellt die ganze Familie vor große Herausforderungen. Typischerweise ist es nötig,

  • morgens früh aufzustehen, um die Inhalation vorzubereiten und zu überprüfen, ob, richtig inhaliert wird,
  • darauf zu achten, dass ausreichend große Portionen gegessen werden,
  • zu kontrollieren, dass Enzympräparate in der richtigen Dosierung eingenommen werden u.v.m.

Rituale können helfen

Hier kann es hilfreich sein, gemeinsam mit seinem Kind Rituale zu entwickeln, die die Umsetzung erleichtern, z.B. gemeinsame Zeit bei den physiotherapeutischen Übungen, nach der Inhalation eine Belohnung mit der Fernsehserie, gemeinsames oder abwechselndes Kochen, um sich die Lust am Essen zu erhalten.


Unterstützung suchen

Wichtig ist es, miteinander im Gespräch zu bleiben, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und sich Unterstützung und Entlastung zu suchen, wenn es nicht mehr gemeinsam geht. Das kann z.B. ein Urlaub, eine Klima- oder Rehabilitationsmaßnahme, therapeutische Unterstützung und/oder der Austausch mit anderen betroffenen Familien sein. Maßnahmen wie diese können Abwechslung und Entlastung für jedes einzige Familienmitglied bringen, damit das System „Familie & Therapieumsetzung“ wieder funktioniert.

Sollte es zwischen den Eltern und den Kindern anhaltende, massive Reibungspunkte geben oder fühlen  Eltern sich überfordert, kann es hilfreich sein, dies in der Ambulanz bei den entsprechenden Ansprechpartnern zu thematisieren. Es gibt für Familien diverse Unterstützungsmöglichkeiten, die ihnen helfen können, mit gegenwärtigen Krisen umzugehen, indem sie neue Sicht – und Verhaltensweisen vermitteln. Welche Hilfe  die Richtige ist, sollten Eltern mit den Ansprechpartnern in ihrer Ambulanz (Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern) besprechen.

Zuletzt aktualisiert: 18.10.2017