Ernährungstherapie bei Mukoviszidose

Grundlagen der Ernährungstherapie

Für alle Menschen ist eine gesunde und vielfältige Ernährung wichtig. Sie sollte stets auf die individuellen Lebensumstände abgestimmt sein. Da der Organismus von Mukoviszidose-Betroffenen besondere Bedürfnisse hat, gibt es spezielle Empfehlungen.


Erhöhter Energiebedarf

Um den erhöhten Bedarf an Energie zu decken, ist eine deutliche Steigerung der täglichen Kalorienzufuhr im Vergleich zu Gesunden nötig. Dieser Mehrbedarf liegt bei ca. 30 %, manchmal darüber, eher selten darunter. Um dieses zu erreichen, ist eine fettreiche aber auch ausgewogene Ernährung erforderlich. Sie sollte sowohl in Qualität als auch in Quantität den besonderen Bedürfnissen des Mukoviszidose-Betroffenen angepasst sein.

Vitamine

Neben der Kalorienzufuhr kommen den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K eine besondere Rolle zu. Zur Aufnahme dieser Vitamine im Körper ist eine funktionierende Verdauung der Nahrungsfette notwendig. Die Mehrzahl der Menschen mit Mukoviszidose benötigen zur Verdauung Pankreasenzyme, damit die Nahrung vom Körper optimal ausgenutzt werden kann und einer Verstopfung vorgebeugt wird. Daher ist eine gute Einstellung mit Enzymen unumgänglich und die regelmäßige Einnahme zu den Mahlzeiten erforderlich. Neben der passenden Menge ist auch der richtige Zeitpunkt der Einnahme der Pankreasenzyme von Bedeutung.

Ballaststoffe leisten in Verbindung mit ausreichend Flüssigkeit ebenfalls einen wichtigen Beitrag für eine regelmäßige Verdauung und zur DIOS-Prophylaxe.

Salz

Bedingt durch den erhöhten Salzgehalt im Schweiß und dem damit einhergehenden Verlust, ist eine Ernährung, die mehr Salz enthält, vorteilhaft, auch schon im Säuglings- und Kleinkindalter. In diesem Zusammenhang ist auch der gesteigerte Bedarf an Flüssigkeit, besonders beim Sport, Fieber oder bei hohen Temperaturen, von Bedeutung. Ausreichend Trinkflüssigkeit leistet einen wichtigen Beitrag zur  Verringerung der Schleimviskosität und unterstützt eine regelmäßige Verdauung.

Auch Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B die Aromastoffe und Farbstoffe sind wichtige regulierende Substanzen im Körper. Sie sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten, das täglich im Speiseplan vorhanden sein sollte.

Weitere Informationen

Verschiedene Möglichkeiten, die Ihnen dabei helfen sollen, dass Essen Spaß macht und die Ernährung einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf hat, finden Sie auf den folgenden Seiten. Wer darüber hinaus noch ein bischen schmökern möchte, dem empfehlen wir die folgenden Broschüren:

  • Bei Mukoviszidose gut ernährt von Anfang an (Petra Funk- Wentzel)
  • Bei Mukoviszidose gut essen und sich richtig ernähren (Petra Funk- Wentzel)
  • Besonderheiten der Ernährung bei Mukoviszidose - ein Ratgeber für Erwachsene (Ellen Althaus, Dr. Smaczny)

Ihr Arbeitskreis Ernährung des Mukoviszidose e.V.

Zuletzt aktualisiert: 02.10.2017