Vitamine

Vitamine und andere Nährstoffe

Aufgrund der besonderen Stoffwechselsituation bei Mukoviszidose findet sich unabhängig von der Bauchspeicheldrüsenfunktion gehäuft ein unzureichender Status an den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Diese sind u. a. essenziell für den Knochenstoffwechsel, das Immunsystem sowie für die Gerinnung. 


Der Vitaminstatus wird zumindest einmal im Jahr während eines Ambulanzbesuches überprüft. Darüber hinaus erhalten Mukoviszidose-Erkrankte die fettlöslichen Vitamine als Supplemente, die sie täglich zu einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen sollten. Da die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine eine funktionierende Fettverdauung voraussetzt, wird auch in diesem Zusammenhang der regelmäßigen und ausreichenden Dosierung an Verdauungsenzymen, aber auch dem richtigen Zeitpunkt der Einnahme eine große Bedeutung beigemessen.

Ballaststoffe leisten in Verbindung mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ebenfalls einen wichtigen Beitrag für eine regelrechte Verdauung. Zum einen quellen Ballaststoffe, so dass sie das Stuhlvolumen vergrößern. Hierdurch wird die intestinale Passagezeit beschleunigt, welches einer Verstopfung sowie dem Entstehen eines bei Mukoviszidose befürchteten Darmverschlusses (DIOS – distales intestinales Obstruktionssyndrom) vorbeugen kann. Zum anderen nähren lösliche Ballaststoffe, sogenannte Prebiotika, die gesunden Darmbakterien und beeinflussen somit die intestinale Gesundheit über die günstige Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Während der Schulung mit dem CF-Würfel kann gezielt besprochen werden, wie Ballaststoffreiche Nahrungsmittel in den Speiseplan eingebaut werden können.

Zuletzt aktualisiert: 05.11.2018