Forschungsprojekt Pseudomonas

Den Lungenkeim Pseudomonas wirksamer bekämpfen

Paulina muss regelmäßig inhalieren, um ihre Mukoviszidose zu bekämpfen.

Für Erkrankte wie Paulina ist der Lungenkeim Pseudomonas lebensbedrohlich. Der Mukoviszidose e.V. unterstützt das Forscherteam um Professor Susanne Häußler bei ihrer Arbeit, um dem Keim vielleicht eines Tages seinen Schrecken zu nehmen. 


Paulina und ihre Familie haben Angst vor dem Lungenkeim

Paulina kämpft immer wieder gegen schlimme Erkältungen, und Lungenentzündungen musste das Kind auch schon überstehen. Dann helfen ihm nur schwere Medikamente, um die Lungenkeime zurückzudrängen. Vor den Antibiotikakuren hat Paulina besonders Angst, denn die Behandlungen sind sehr unangenehm. Die Einnahme der Wirkstoffe ist oft mit massiven Nebenwirkungen verbunden, was ihren kleinen Körper zusätzlich belastet. Paulinas Lunge ist geschwächt. An vielen Tagen kann sie nicht einfach wie normale Kinder draußen spielen, da ihr das Atmen schnell schwerfällt. Die Angst der Familie, dass Paulina erneut an einem schwer zu bekämpfenden Keim erkrankt, ist sehr hoch. Besonders fürchtet die Familie den Keim Pseudomonas. Denn umso früher ein betroffenes Kind chronisch an Pseudomonas erkrankt, desto geringer ist auch seine Lebenserwartung. Deswegen hofft die Familie, dass bald ein Weg gefunden wird, um den Keim effektiv zu bekämpfen, bevor er das Leben von Paulina bedroht.


Ein Forschungsprojekt gibt Hoffnung

Das Team um Professor Susanne Häußler vom Helmholtz Institut in Hannover erforscht den Keim Pseudomonas.

Pseudomonas führt bei Mukoviszidose-Patienten zu chronischen, lebensbedrohlichen Lungenentzündungen. Um den Keim frühzeitig aus der Lunge zu entfernen, setzen Ärzte hoch dosierte Antibiotika ein. Das große Problem ist jedoch: Pseudomonas hat die Fähigkeit entwickelt, sich in der Lunge der Betroffenen mit einem sogenannten Biofilm zu schützen, einer Art Schutzhülle. Diese tarnt den Keim und macht es für die Ärzte sehr schwer herauszufinden, welcher Wirkstoff beim einzelnen Patienten die besten Aussichten auf Heilung hat. Bringt das eingesetzte Antibiotikum nicht die erhoffte Genesung, muss ein neues Medikament getestet werden. Dies birgt wiederum neue Risiken beim Patienten. Denn je mehr Antibiotika eingenommen werden, desto höher ist das Risiko, dass Pseudomonas weitere Antibiotikaresistenzen bildet, sodass die Behandlungschancen von Infekt zu Infekt abnehmen. Im schlimmsten Fall gibt es für den Betroffenen kein wirksames Medikament mehr.

Ein Forscherteam um Professor Susanne Häußler vom Helmholtz Institut in Hannover entwickelt aktuell ein neuartiges Analyseverfahren. Dieses soll es den Ärzten trotz Biofilm erlauben, genau identifizieren zu können, welches Antibiotikum bei welchem Patienten die besten Heilungschancen hat. Ist das Team erfolgreich, wäre es ein großer Durchbruch im Kampf gegen den lebensbedrohlichen Keim Pseudomonas. Die Zerstörung der Lunge, die Haupttodesursache bei Mukoviszidose-Patienten, könnte aufgehalten und eine Vielzahl von Leben gerettet werden.


Die Ziele unseres Projektes

Die mukoviszidosekranke Paulina bedankt sich bei den Spendern des Mukoviszidose e.V.
  • Pseudomonas kann effektiver bekämpft werden.
  • Die Betroffenen erhalten mehr Lebenszeit. 
  • Die Patienten müssen weniger schwere Medikamente einnehmen. Weniger Medikamente bedeutet zugleich weniger Nebenwirkungen. Die Lebensqualität der Betroffenen steigt.
  • Das Risiko, dass Pseudomonas durch den Einsatz von nicht wirksamen Antibiotika neue Resistenzen bildet, verringert sich.

Bitte spenden Sie für unsere Forschungsarbeit

Zuletzt aktualisiert: 17.10.2017