FAQs zum Coronavirus (Sars-CoV-2)

FAQs zum Coronavirus und Mukoviszidose

Auf dieser Seite haben wir die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus SARS-CoV-2 und Mukoviszidose für Sie zusammengefasst. Da sich die Situation momentan ständig ändern, bitten wir Sie auch, sich über die aktuelle Situation beim Robert Koch-Institut oder der BZgA zu informieren. Aktualisiert am 27. September 2021.



Wie viele Menschen mit Mukoviszidose haben sich bereits mit COVID-19 infiziert und wie sind deren Verläufe?

Sowohl das deutsche als auch das europäische Register dokumentiert sein Beginn der Pandemie COVID-19-Infektionen bei Mukoviszidose-Patienten. Aktuelle Zahlen zeigen, dass mit steigendem Alter eine höhere Hospitalisierungsrate zu verzeichnen ist. Das Risiko für einen schweren Verlauf hängt dabei vom Alter und den Begleiterkrankungen wie CF-assoziiertem Diabetes mellitus, schlechterer Lungenfunktion (ab FEV1 von 70%) und dem Status nach Organtransplantation ab. So kamen 37% der unter 18-jährigen Patienten ins Krankenhaus, bei den 18-39-Jährigen waren es 47% und bei den über 40-Jährigen 57%.

Vergleicht man diese Zahlen mit denen der Allgemeinbevölkerung, wird deutlich, dass bei Mukoviszidose die 30-Jährigen ein ähnliches Risiko für einen schweren Verlauf haben wie die 60-Jährigen. Kinder mit CF müssen im Fall einer COVID-19-Infektion im Vergleich zur Normalbevölkerung etwas häufiger im Krankenhaus behandelt werden, benötigen aber in der Regel keine intensivmedizinische Betreuung. Dies ergibt sich aus Auswertungen der internationalen Register-Gruppe „Cystic Fibrosis Global Harmonization Group“. Die Zahlen für Deutschland werden mithilfe des Deutschen Mukoviszidose-Registers erfasst. Alle Informationen zu den COVID-19/CF-Zahlen aus dem Register finden Sie auf unserer Internetseite: 

COVID-19/CF-Zahlen aus dem Register

Um die Bedeutung von SARS-CoV-2 bei einer Mukoviszidose-Erkrankung besser abschätzen zu können, sollen in einer großen europaweiten Studie Blutproben auf SARS-CoV-2-Antikörper getestet werden. Es soll u.a. die Auswirkung einer solchen Infektion auf den klinischen Verlauf untersucht werden sowie die Antikörperbildung nach einer Impfung. Die Studie heißt COVID-19 Antikörper Reaktion bei CF - kurz CAR-CF Studie.

Mehr zur CAR-CF-Studie

Stand: 27.9.2021

Wird eine COVID-19-Impfung auch für Kinder und Jugendliche empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ausgesprochen. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen", teilte das Gremium mit. Auf der Grundlage neuer Daten, insbesondere aus dem amerikanischen Corona-Impfprogramm mit nahezu zehn Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen, könnten mögliche Risiken der Impfung für diese Altersgruppe jetzt zuverlässiger bemessen und beurteilt werden, so die STIKO.

Daher habe die STIKO entschieden, ihre bisherige Einschätzung zu aktualisieren und eine allgemeine Covid-19-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige auszusprechen.

Zuvor hatte die STIKO ihre Empfehlung auf bestimmte Kinder und Jugendliche beschränkt, die z.B. durch Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben und ansonsten auf die Möglichkeit der Impfung von Kindern nach individueller Aufklärung und Nutzen-Risiko-Abwägung hingewiesen.

Auch im Rahmen der aktualisierten Empfehlung soll die Corona-Impfung nach ärztlicher Aufklärung zum Nutzen und Risiko erfolgen.

Die Zulassung eines Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wird Anfang 2022 erwartet. Wir halten es, auch in Abstimmung mit Ärzten im Mukoviszidose e.V., zum jetzigen Zeitpunkt für nicht empfehlenswert, Kinder in dieser Altersgruppe vorab außerhalb der Zulassung zu impfen. 

Stand: 27.9.2021

Telefonische Beratung

Der Mukoviszidose e. V.  berät auch telefonisch zum Thema Coronavirus und Mukoviszidose. Sie erreichen uns innerhalb der Geschäftszeiten unter der Telefonnummer 0228/98780-0.

Bei Fragen zu sozialrechtlichen Themen rund um COVID-19 und Mukoviszidose können Sie sich gerne an unsere sozialrechtliche und psychosoziale Beratung wenden. 

COVID-19 und Mukoviszidose

Im Deutschen Mukoviszidose-Register werden COVID-19-Fälle bei Mukoviszidose-Patienten gesammelt. Die Daten haben wir auf unserer Internetseite veröffentlicht: Auswertung für Patienten und Angehörige.

Psychosoziales Beratungs- und Unterstützungsangebot in der Corona-Krise

Um Mukoviszidose-Betroffene und ihre Angehörigen in der Zeit der Isolation durch die Corona-Krise zu unterstützen, hat der Mukoviszidose e.V. ein neues Beratungsangebot ins Leben gerufen. Möglich sind telefonische Einzelberatungen oder Gruppentreffen im Netz. 

Weitere Informationen und Beratungszeiten

Schutzengel verschicken

Die Coronapandemie ist eine schwere Zeit für uns alle. Verschicken Sie daher einen Schutzengel an liebe Menschen und zeigen Sie ihnen damit, dass Sie an sie denken. 

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Auffrischungsimpfung ("Booster")

Warum kann eine Auffrischungs-Impfung notwendig sein?

Bei vielen Impfungen wird empfohlen, nach einem bestimmten Zeitintervall eine Auffrischungsimpfung zum Erhalt des Impfschutzes durchzuführen. Ob und wann eine Auffrischungsimpfung erforderlich ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie der Dauer des Impfschutzes nach Abschluss der ersten Impfserie, der Wirkweise des Impfstoffs, möglicher Immunitätsentwicklung gegen Impfstoffkomponenten oder der Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

Bei den Corona-Impfungen weiß man noch nicht, wie häufig sie möglicherweise aufgefrischt werden müssen, da Langzeitstudiendaten fehlen. Es gibt aber erste Studiendaten, die zeigen, dass etwa sechs Monate nach der Impfung die Antikörperspiegel langsam absinken.

Eine Auffrischungsimpfung kann die Zahl der Antikörper „boostern“ und damit den Impfschutz wieder stärken.

Stand: 27.9.2021

Wer kann sich derzeit bereits ein drittes Mal gegen COVID-19 impfen lassen?

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben beschlossen, dass zunächst besonders gefährdete Gruppen eine dritte Impfdosis gegen Covid-19 erhalten können. Die dritte Dosis soll frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie verabreicht werden. In einigen Bundesländern wurde bereits mit den Auffrischungsimpfungen begonnen. 

Berücksichtigt werden sollen zunächst Höchstbetagte, Pflegebedürftige sowie Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression. 

Außerdem sollen Personen, die eine vollständige Impfserie mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben, eine Auffrischungsimpfung mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie mit einem mRNA-Impfstoff erhalten können.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat vorerst auf eine generelle Empfehlung für Auffrischungsimpfungen bei Senioren verzichtet. Das Gremium empfiehlt die sogenannten Booster bisher allein Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Aktueller Stand zur STIKO-Empfehlung (Deutsche Apotheker-Zeitung, 24.9.2021)

Stand: 27.9.2021

Wann kann ich als Mukoviszidose-Patient eine dritte Impfung erhalten? 

Derzeit ist noch unklar, ab wann eine Auffrischungsimpfung auch für weitere Gruppen angeboten wird. Die Entscheidung werde, so hört man von der STIKO, noch etwas dauern. Das Robert Koch-Institut empfiehlt in einem Strategiepapier für Herbst und Winter, „Booster-Impfungen“ (insbesondere) für Ältere und Risikogruppen jetzt zu planen und vorzubereiten. Vor dem Hintergrund dieser Planungen und der nunmehr ausreichenden Verfügbarkeit an Impfstoff, ist gut möglich, dass weiteren Risikogruppen, so auch Mukoviszidose-Betroffenen, in den nächsten Monaten eine dritte Impfung angeboten wird. 

Stand: 27.9.2021

Zuletzt aktualisiert: 08.10.2021
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