Arbeitsschwerpunkte

Arbeitsschwerpunkte des AK Psychosoziales

Im Laufe seines Bestehens entwickelte der Arbeitskreis Psychosoziales verschiedene Arbeitsschwerpunkte / Arbeitsgemeinschaften. 


Arbeitsgruppe „Mukoviszidose-Schulung“

Ansprechpartnerin: Christine Lehmann  
E-Mail-Kontakt unter: christine.lehmann(at)charite.de

Durch die Arbeitsgruppe Mukoviszidose-Schulung soll der Stellenwert der Vermittlung von Krankheits- und Therapiewissen an Patienten und Angehörige durch interdisziplinäre informations-, verhaltens- und handlungsorientierte Maßnahmen vertreten und gestärkt werden.

Konzeptioneller Hintergrund ist der Ansatz des Patient Empowerment. Die Stellung des Patienten als gleichberechtigten und autonomen Partner in seinem Gesundungs- bzw. Krankheitsmanagementprozess soll anerkannt und entsprechende Kompetenzen sollen gefördert werden. Gleiches gilt im Kindesalter für die Rolle der Eltern und Betreuer. Eltern- und Patientenschulungen haben in diesem Zusammenhang zum Ziel, die Therapiesteuerung und der Krankheitsbewältigung zu unterstützen sowie die Lebensqualität des Patienten und seiner Familie zu verbessern.

Im Rahmen einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums wurden Schulungsprogramme für Mukoviszidose entwickelt und erprobt (2010-2012). Im August 2012 wurden diese auf einer interdisziplinären Konsensustagung unter CF-Behandlern aller Berufsgruppen diskutiert und konsentiert.

In den Schulungscurricula werden alle Behandlungsaspekte sowie psychosoziale Themengebiete der Erkrankung einbezogen mit dem Schwerpunkt, handlungsrelevantes Wissen zu vermitteln und den Alltagstransfer beim Therapiemanagement zu erhöhen. Ausführungen zur Schulungsorganisation liegen ebenfalls curricular vor.

Auf der DMT 2012 gründete sich die Arbeitsgemeinschaft Mukoviszidose-Schulung mit einer gewählten interdisziplinären Sprechergruppe. Gleichzeitig wurde sie als Teilprojekt in den AK Psychosoziales aufgenommen.

Zertifizierter Mukoviszidosetrainer

Ein ausgewiesenes Ziel der AG Mukoviszidose-Schulung ist es, mit der Fortbildung zum zertifizierten Mukoviszidose-Patiententrainer die formale Voraussetzung dafür zu schaffen, dass –  wie bei anderen chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter bereits etabliert - ambulante Gruppenschulung von Eltern und Patienten von Kostenträgern finanziert wird.

Alle Berufsgruppen, die in die Behandlung bei Mukoviszidose involviert sind, können sich zum Mukoviszidosetrainer fortbilden lassen. Ein standardisiertes Verfahren dient der  Qualitätssicherung. Die Ausbildung umfasst Hospitation, Theorieblock und Supervision der eigenen Schulungstätigkeit. Ein Basistrainerzertifikat wird vorausgesetzt.

Die Abrechnung der Mukoviszidose-Schulung mit den Krankenkassen nach § 43 Absatz 2 SGB V ist nur als interdisziplinäre Leistung eines zertifizierten Schulungsteams und bisher nur als ambulante Gruppenschulung und im Rahmen von Einzelfallentscheidungen möglich (Stand März 2014).

Näheres zur Patientenschulung erfahren Sie bei KomPaS


Arbeitsgruppe „Soziale Arbeit“

Ansprechpartnerin: Christiane Ernst, Universitätsklinik Köln; Sonja Palluch-Ziemann, Universitätsklinikum Frankfurt/M.

Langjähriges Anliegen ist, die psychosoziale Situation von Patienten und Angehörigen zu verbessern. Um die Qualität der Beratung für die Patienten zu sichern, ist eine Vernetzung der psychosozialen Arbeitskräfte der CF-Ambulanzen (meist vertreten durch SozialarbeiterInnen/ SozialpädagogInnen oder PsychologInnen) sinnvoll und notwendig.

Ein Fragebogen zur Erfassung des psychosozialen und sozialrechtlichen Beratungsbedarfes sowie Empfehlungen zur psychosozialen Betreuung wurden mit unterschiedlichen KollegInnen des Arbeitskreises entwickelt. CF-Behandler aller Berufsgruppen und besonders die psychosozialen Fachkräfte beraten in ihrer täglichen Arbeit über sozialrechtliche Ansprüche (nach dem SGB I bis XII und anderen Gesetzen), wie bspw. Nachteilsausgleiche und Pflegegeld. Um sozialrechtlichen Neuerungen nachzukommen und eine Professionalisierung zu gewährleisten, bietet der AK Psychosoziales auf CF-Tagungen Informationsveranstaltungen zu sozialrechtlichen Themen an. Zielgruppen sind einerseits die Fachkräfte, als auch die Betroffenen und deren Angehörige.

Aber auch die Verbesserung der verlässlichen Versorgung durch langfristige Stellensicherung für psychosoziale Mitarbeiter in der CF-Versorgung im ambulanten und stationären Bereich ist ein großes Anliegen der Arbeitsgruppe. Der Arbeitskreis setzt sich dafür ein, dass psychosoziale Fachkräfte in der CF-Versorgung nachhaltig finanziert werden.

Anliegen der AG Soziale Arbeit

  • Qualitätssicherung der sozialrechtlichen Beratung unter Einbeziehung von sozialrechtlichen Neuerungen
  • Professionalisierung und Qualitätssicherung psychosozialer Arbeit
  • Vernetzung psychosozialer Fachkräfte

Arbeitsgruppe „Der schwerkranke Patient“

Ansprechpartnerin: Christa Weiss   
E-Mail-Kontakt: christa.weiss(at)charite.de

Hier ist das Anliegen des AK Psychosoziales, den fachlichen Umgang mit medizinischen Traumata, Transplantation, Palliativsituationen und End of Life Issues zu professionalisieren, die eigene berufliche Tätigkeit zu reflektieren und das Handlungsspektrum zu erweitern.

Zusätzlich soll der interdisziplinäre  Erfahrungsaustausch beitragen zur psychosozialen Unterstützung von Patienten und Angehörigen in gesundheitlich bedrohlichen oder abschiedlichen Prozessen.

Langjährig beschäftigt sich der AK Psychosoziales mit psychosozialen Aspekten bei Organtransplantation und der Unterstützung der Patienten in Bezug auf Entscheidungsfindung, psychologische Vorbereitung und Nachbetreuung nach Transplantation. Mitarbeiter aus dem AK unterstützen Patientenseminare zum Thema Transplantation.


AG "Mental Health Screening"

Ansprechpartnerinnen:
Annette Katscher-Peitz
E-Mail-Kontakt: a.katscher-peitz(at)klinikum-stuttgart.de

Dr. Ulrike Smrekar (für Österreich)
E-Mail-Kontakt: ulrike.smrekar(at)tirol-kliniken.at 

Die 2017 eingerichtete Arbeitsgruppe hat zum Ziel, die Implementierung des Mental Health Screenings in den CF-Ambulanzen in Deutschland zu unterstützen.

Die AG setzt sich für die Ausstattung der Ambulanzen mit psychosozialen Mitarbeitern ein, die gemäß der Empfehlungen der Internationalen Guidelines in der Rolle eines Mental Health Coordinators das Screening koordinieren und bei positiv gescreenten Patienten oder Eltern die Anschlussmaßnahmen auf den Weg bringen.

Die Guidelines und die Screeninginstrumente werden hier als Download zur Verfügung gestellt. Bei Fragen zum praktischen Umsetzungsprocedere stehen die Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. 

Für darüber hinausgehende Anliegen können die nationalen Ansprechpartner kontaktiert werde.

E-Mail-Kontakt:
doris.staab(at)charite.de

Die AG plant, im Rahmen der DMT regelmäßig Veranstaltungen zum Thema anzubieten um den Austausch über die Umsetzung in den CF-Ambulanzen zu fördern.

Das seit 2015 international empfohlene Mental Health Screening für Cystische Fibrose wurde seit 2016 bereits in einigen deutschen CF-Zentren eingeführt.

Um eine bundesweite Implementierung des Screenings zu ermöglichen, sollen zunächst in einem Zeitraum von Februar bis Juli 2019 alle deutschen CF-Zentren und Ambulanzen von Mitarbeitern des Psychosozialen Arbeitskreises (Arbeitsgruppe Mental Health) angesprochen werden.

Informationsanschreiben

Wir bitten Sie um eine Rückmeldung per Online-Fragebogen, ob Sie dieses Screening in Ihrer Einrichtung schon eingeführt haben und können sie auch gerne beratend unterstützen.

Die für Ihr CF-Zentrum/CF-Ambulanz zuständige Mitarbeiterin entnehmen Sie bitte der unten angeführten Postleitzahlen-Liste.

 

PLZ Bereichenthaltende StädteAnsprechpartnerinE-Mailadresse
01300-19999
+
39120
Dresden, Cottbus, Leipzig, Halle, Jena, Greiz, Zwickau, Aue, Chemnitz, Berlin, Potsdam, Brandenburg, Frankfurt/O., Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, MagdeburgM.Sc. Psych.
Johanna Gardecki 
Johanna.Gardecki(at)kgu.de  
20200-38000
+
40000-47900
Hamburg, Lübeck, Kiel, Oldenburg, Bremen, Hannover, Bielefeld, Kassel, Marburg, Gießen, Göttingen, Düsseldorf, Bochum, Essen, Wesel, KrefeldDipl. Psych.
Cäcilia Siemens  
Caecilia.Siemens(at)uk-gm.de
48000-66500  Münster, Osnabrück, Vechta, Köln, Aachen, Düren, Bonn, Trier, Mainz, Bodenheim, Koblenz, Hamm, Frankfurt, Wiesbaden, HomburgDipl. Psych.
Susanne Lehner  
Susanne.Lehner(at)gk.de 
67500-87700 Worms, Mannheim, Heidelberg, Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Heilbronn, Karlsruhe, Baden Baden, Villingen-Schwenn., Freiburg, Stegen, München, Augsburg, Kempten/All., MemmingenDipl. Psych.
Annette Katscher-Peitz 
a.katscher-peitz(at)klinikum-stuttgart.de 
88000-99100 Ravensburg, Wangen, Ulm, Erlangen, Regensburg, Passau, Würzburg, ErfurtDipl. Psych.
Dr. Sarah Seidl  
info(at)seidl-praxis.de
Zuletzt aktualisiert: 26.07.2019