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Coronavirus (SARS-CoV-2, Covid-19) und Mukoviszidose

Mukoviszidose e.V. wendet sich an Jens Spahn. FAQs zum Thema Mukoviszidose und Covid-19 werden täglich aktualisiert.
Plakat: Die 10 wichtigsten Hygienetipps der BZgA

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), infektionsschutz.de, CC BY-NC-ND

Jahrestagung des Mukoviszidose e.V.

Wichtiger Hinweis: Wir wissen heute nicht, ob die Jahrestagung bzw. die Mitgliederversammlung/ die Bundesvorstandswahlen am 08./09. Mai 2020 stattfinden können und halten uns an die Vorgaben der Behörden. In Thüringen bzw. durch die Stadt Weimar sind auf dem Verordnungsweg alle Veranstaltungen bis einschließlich 19. April verboten worden. Wir rechnen für Mitte April mit der Bekanntgabe von neuen Vorschriften und Maßnahmen für den Zeitraum bis Mitte Mai und werden die Situation dann insgesamt bewerten.

In jedem Fall wird der Mukoviszidose e.V. der Sicherheit und Gesundheit der Interessierten und Mitglieder Vorrang vor satzungsrechtlichen oder wirtschaftlichen Überlegungen einräumen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Mukoviszidose e.V.

Forderungen an Jens Spahn

Mukoviszidose-Patienten erfüllen zum Teil mehrere der durch das RKI definierten Risikofaktoren. Sie tragen damit ein höheres Risiko, eine schwere COVID-19-Infektion zu erleiden. Ihnen, wie auch anderen Risikogruppen, wird geraten, sich strikt an die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung zu halten, das heißt insbesondere zu Hause zu bleiben. Patienten in Angehörige stellt diese vor neue Probleme: Wie und für wie lange können Patienten sich krankschreiben lassen? Können auch Angehörige sich freistellen lassen, um ihr Kind oder ihren Partner nicht zu gefährden?

Wir haben den Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, diese Fragen gestellt und ihn gebeten, Regelungen zum Schutz von Mukoviszidose-Patienten vor dem Coronavirus zu treffen.

Schreiben an Jens Spahn (PDF)

Klimamaßnahmen

Alle Teilnehmer der Klimamaßnahmen, die sich noch auf Gran Canaria befunden haben, sind wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Die nächste Klimamaßnahme ist abgesagt. Es ist aber weiterhin möglich, sich für Maßnahmen im Jahr 2021/22 zu bewerben. 

Da man nicht abschätzen kann, wie sich die Situation entwickeln wird, ist es aber weiterhin möglich, sich für die Klimamaßnahmen der Saison 2021/22 zu bewerben. 

Zum Bewerbungsformular

Umfangreiche Ausgangsbeschränkungen in Deutschland

Seit dem 23. März 2020 gelten deutschlandweit umfangreiche Ausgangsbeschränkungen, die der Mukoviszidose e.V. begrüßt, da so die Risikogruppen, zu denen auch Mukoviszidose-Betroffene zählen, besser geschützt werden. Welche Regelungen nun genau gelten, finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung. 

Zur Internetseite der Bundesregierung 

Robert Koch-Institut (RKI) stuft Gefährdung als „hoch“ ein

Hatte das RKI die Gefährdung für Deutschland bis gestern noch als mäßig eingestuft, kommt aktuell die Meldung, dass das Gefährdungsrisiko in Deutschland hoch ist. Begründet wird dies mit der großen Dynamik der Pandemie und dem starken Anstieg der Fallzahlen. Wir hoffen, dass diese Einschätzung dazu führt, dass die Gesellschaft sich noch strikter an die Vorgaben der Regierung hält: Abstand halten bei unvermeidbaren Wegen, immer, immer Hände waschen, Sozialkontakte stark einschränken. 

Stellungnahme Mukoviszidose e.V.: Mukoviszidose-Patienten gehören zur Risikogruppe!

Arbeitgeber können dazu beitragen, diese Risikogruppe zu schützen. Flexible Lösungen sind gefragt. Nicht immer ist es eine Option im Homeoffice zu arbeiten. Lassen die Tätigkeiten dies nicht zu oder liegen die technischen Voraussetzungen nicht vor, müssen andere Lösungen gefunden werden. Auch in Bezug auf die Angehörigen von an CF erkrankten Kindern oder Partnern ist die Minimierung des Infektionsrisikos oberstes Gebot! Der Mukoviszidose e.V. hat ein Schreiben vorbereitet, das bei Bedarf genutzt werden kann, um Arbeitgebern deutlich zu machen, dass Mukoviszidose-Patienten zur besonders schützenswerte Gruppe gehören.

Schreiben herunterladen (PDF)

Auch wenden wir uns hier an die Politik, dass Lösungen gefunden werden müssen.

Keine Hamsterkäufe für CF-Medikamente 

Wichtig ist es jetzt, nicht in Panik zu verfallen. Aus den Ambulanzen erreichen uns vermehrt Hinweise, dass es zu Hamsterkäufen bei Medikamenten kommt. Die Ärzte dürfen keine Rezepte bis zum Ende des Jahres ausstellen. Und wollen dies auch nicht. Denn so entsteht künstlich ein Engpass in der Versorgung. Und das schadet anderen Mukoviszidose-Patienten. Es wird empfohlen, einen Vorrat der Standardtherapien für drei Monate zu Hause zu haben. Hier sind die Ambulanzen auch sehr entgegenkommend in den Möglichkeiten der Rezeptausstellung. Alles darüber hinaus erscheint unverhältnismäßig und unsolidarisch. Bitte beachten Sie auch unsere Hotline und die täglich angepassten FAQs. 

Mukoviszidose e.V. beantwortet häufige Fragen

Beim Mukoviszidose e.V. gehen viele Fragen zum Thema Mukoviszidose und Coronavirus ein. Der Verein sammelt diese Fragen und beantwortet sie auf seiner Internetseite. Die Fragen werden täglich aktualisiert. 

Zu den FAQs

Wer Fragen zum Thema Mukoviszidose und Covid-19 hat, kann sich gerne während der Geschäftszeiten an den Mukoviszidose e.V unter der 0228-98780-0 wenden. 

Transplantation und COVID-19

Das Coronavirus wirft auch viele Fragen für die Transplantationsmedizin auf. Damit hat sich die Deutsche Transplantationsgesellschaft e.V. auseinandergesetzt und ein Schreiben mit möglichen Maßnahmen veröffentlicht. 

Schreiben (PDF) herunterladen

Hinweis der Transplantations-Ambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover

Fake News im Umlauf

Zurzeit kursieren in den sozialen Medien viele Falschmeldungen zum Thema Coronavirus und angebliche Mittel dagegen. Wir möchten Sie an dieser Stelle vor diesen Falschmeldungen warnen. Am besten halten Sie sich an die Meldungen der offiziellen Stellen wie des Robert Koch-Instituts oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auch können wir den täglichen NDR-Podcast zur Corona-Krise empfehlen. Die Links finden Sie am Ende dieser Meldung. 

Mukoviszidose e.V. macht sich in der Coronakrise für CF-Patienten stark

Der Mukoviszidose e.V. nutzt seine Kanäle in den sozialen Medien (Facebook, Instagram, Twitter) zurzeit, um in dieser Krise auf die besondere Situation von Mukoviszidose-Patienten aufmerksam zu machen. Der Verein ruft Gesunde dazu auf, ihr Ansteckungsrisiko zu verringern, damit sie die Krankheit nicht aus Versehen an Personen in der Risikogruppe – eben auch Mukoviszidosekranke – weitergeben. Außerdem macht sich der Verein gegen die Diskriminierung von Patienten aufgrund ihrer Krankheitssymptome, die mit Corona verwechselt werden könnten, stark.

Zum Facebook-Kanal

Hygienemaßnahmen einhalten ist wichtig. 

Laut RKI/BzgA sollte angesichts der aktuellen Situation mit dem neuen SARS-CoV-2 Virus Folgendes beachtet werden: „Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind die korrekte Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.“ Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit und besonders für Mukoviszidose-Betroffene und ihre Angehörigen angeraten. Konkret heißt das:

  • Regelmäßiges Händewaschen (die Hände unter fließendem Wasser anfeuchten, 20-30 sec. lang gründlich einseifen, unter fließendem Wasser abspülen, gründlich abtrocknen). Regelmäßig heißt: vor dem Essen, nach der Toilette, nach Kontakt mit anderen Menschen oder Tieren, nach Kontakt mit Oberflächen/Dingen im öffentlichen Raum, die durch anderen Menschen angefasst wurden (z.B. Türklinken, Geld, Haltegriffe in Verkehrsmitteln, Treppengeländer, Aufzugknöpfe). 
  • No Handshake! 
  • Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen! 
  • Bei Kontakt mit anderen Menschen, die Zeichen einer Atemwegsinfektion zeigen (husten, niesen, schniefen etc.): Abstand von 1 - 2 m halten, sich wegdrehen, wenn andere husten oder niesen, die erkrankten Menschen bitten, die Hustenetikette einzuhalten: husten und niesen in die Armbeuge oder in Taschentuch, das dann sofort entsorgt wird, Hände waschen und sich beim Husten oder Niesen von anderen Menschen abwenden 
  • Räume regelmäßig für ein paar Minuten lüften
  • Häufig genutzte Alltagsgegenstände wie Handys und Tablets regelmäßig reinigen bzw. desinfizieren.

Desinfektionsmittel zählen nicht zu den wichtigsten vom RKI genannten Schutzmaßnahmen. Wenn solche verwendet werden, reichen laut RKI zur chemischen Desinfektion Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren, wie dem SARS-COV-2), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden. Normale Handdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis tragen in der Regel das Prädikat „begrenzt viruzid“.

Wichtige Links

Qualitätsgesicherte Informationen gibt es bspw. auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Robert Koch-Instituts.

Zur Infektionsschutz-Seite der BZgA 

Zur Seite des Robert Koch Instituts

Steckbrief zur Erkrankung auf der Seite des Robert Koch Instituts

Informationen und Hilfestellungen zu Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf

Informationen zum Thema Quarantäne vom Robert Koch-Institut

Wollen Sie Ihre Umgebung auf Hygienetipps aufmerksam machen? Infomaterial gibt es bei der BZgA zum Bestellen oder selber ausdrucken.

Infomaterial der BZgA

Die BZgA stellt auf YouTube auch viele kurze Erklärfilme bereit, die Antworten geben auf die häufigsten Fragen in Bezug auf das Coronavirus.

Zum YouTube-Kanal der BZgA 

NDR-Podcast zum Thema Coronavirus

Im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus haben viele Menschen auch arbeitsrechtliche Fragen, zum Beispiel, was passiert, wenn sie unter Quarantäne gestellt werden oder ob sie aus Angst vor Ansteckung zuhause bleiben dürfen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat zu diesem Thema einen umfangreichen Artikel veröffentlicht, auf den wir an dieser Stelle gerne hinweisen. 

Zum Artikel „Corona: Was Beschäftigte wissen müssen“ 

FAQs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zm Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bei Verdienstausfällen wegen Corona

Der Mukoviszidose e.V. hat eine Arbeitsgruppe zum Thema Coronavirus gebildet und wird die Situation verfolgen und darüber informieren. 

Erste Version veröffentlicht am: 26. Februar 2020, aktualisiert am 1. April 2020 (Linkliste erweitert).


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