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Mukoviszidose-Patienten können prioritär geimpft werden!

Die COVID-19-Impfempfehlung der STIKO, die die Grundlage für die Impfverordnung des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) darstellt, wurde aktualisiert. Menschen mit Mukoviszidose können nun durch Einzelfallentscheidungen prioritär geimpft werden.

Seit Ende November setzt der Mukoviszidose e.V. sich beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Ständigen Impfkommission (STIKO), den Ländern und dem Ethikrat dafür ein, dass Mukoviszidose-Patienten prioritär geimpft werden. Jetzt können wir einen ersten Zwischenerfolg mitteilen: Die Impfempfehlung der STIKO wurde aktualisiert.  

Hier heißt es jetzt auf Seite 2: "Bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19- Impfempfehlung der STIKO können nicht alle Krankheitsbilder oder Impfindikationen berücksichtigt werden. Deshalb sind Einzelfallentscheidungen möglich. Es obliegt den für die Impfung Verantwortlichen, Personen, die nicht explizit genannt sind, in die jeweilige Priorisierungskategorie einzuordnen. Dies betrifft z.B. Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die bisher zwar keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz bzgl. des Verlaufes einer COVID-19-Erkrankung vorliegt, für die aber ein erhöhtes Risiko angenommen werden kann." 

Der Impfarzt kann demnach im Einzelfall entscheiden und die Patienten in die Priorisierungskategorie einordnen. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass die Mukoviszidose explizit genannt wird! Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Publikation auf Grundlage der europäischen Registerdaten um die wissenschaftliche Evidenz für diese Einordnung zeigen zu können. 
 


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