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Kombination von VX-770 (Kalydeco®) und VX-809 verbessert die Lungenfunktion

Erste Zwischenergebnisse aus der Kombinationsstudie von VX-770 und VX-809 zeigen ermutigende Ergebnisse. VX-770, das in den USA seit kurzem zur Therapie der Mukoviszidose bei erwachsenen Patienten mit der G551D-Mutation unter dem Namen Kalydeco® (Ivacaftor) zugelassen ist, wird in dieser Studie in Kombination mit dem Korrektor der F508del-Mutation VX-809 bei Patienten mit doppelter oder einfacher F508del-Mutation untersucht. An der randomisierten, doppelblinden, Plazebo-kontrollierten Phase 2-Studie nehmen 108 erwachsene Patienten teil. Die Patienten werden zunächst über 28 Tage mit verschiedenen Dosierungen VX-809 allein behandelt und dann weitere 28 Tage zusätzlich mit Ivacaftor (Kalydeco®).

In der jetzt durchgeführten Zwischenanalyse wurden Daten von 37 Patienten ausgewertet. Bei 35% der Patienten mit doppelter F508del-Mutation verbesserte sich die Lungenfunktion (FEV1) um 5%, z.T. auch mehr. In der Vergleichsgruppe (Plazebo) wurde keine Verbesserung der Lungenfunktion in dieser Größenordnung gezeigt. Im Schweißtest wurde bei den mit der Kombination behandelten Patienten ebenfalls eine Veränderung gemessen, die jedoch gegenüber der Plazebogruppe nicht signifikant war. Nach der alleinigen Behandlung mit VX-809 in den ersten 28 Tagen war der Schweißtest allerdings noch signifikant reduziert. Die Ergebnisse der Patienten mit nur einer F508del-Mutation liegen noch nicht vor.

Noch konnten nur Daten von wenigen Patienten ausgewertet werden und es bleibt sicherlich abzuwarten, ob sich die ersten positiven Ergebnisse auch am Ende der Studie und in weiteren Studien bestätigen lassen. Die endgültigen Ergebnisse der Studie und damit auch die finale Interpretation werden Mitte 2012 erwartet. Eine Studie, die die Voraussetzungen für eine Zulassung des potenziell neuen Medikaments schafft, soll nun schnellstmöglich angegangen werden.

 

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Uta Düesberg (udueesberg(at)muko.info)

In diesem Beitrag werden Wirkungen und Nebenwirkungen eines Arzneimittels besprochen. Der Handelsname wird genannt, wenn eine eindeutige Identifizierung erforderlich ist, um ein Arzneimittel mit einer spezifischen Darreichungsform zu bezeichnen. Diese Informationen werden durch das Mukoviszidose-Institut ohne den Einfluss Dritter nach bestem Wissen und Gewissen bereitgestellt. In keinem Fall ist damit eine Empfehlung für den Gebrauch oder Nichtgebrauch eines Arzneimittels verbunden. Patienten sollten vielmehr mit ihrem/ihrer Arzt/Ärztin die für sie individuell richtige Therapie besprechen.