Die Lebenserwartung von Menschen mit Mukoviszidose steigt – damit nehmen auch Komplikationen im Alter zu. Eine relevante Begleiterkrankung ist der CF-bedingte Diabetes, nahezu 50 % der über 50-Jährigen mit CF haben Diabetes (Quelle: Deutsches Mukoviszidose Register 2025).
Der CFRD ist eine besondere Form des Diabetes, die weder dem Typ-1- noch dem Typ-2-Diabetes zugeordnet werden kann, nur selten in der diabetologischen Praxis vorkommt und spezifische Expertise erfordert. Die Behandlung weicht daher teilweise deutlich von der Diabetes-Standardtherapie ab. Um diabetologischen Praxen einen strukturierten Einblick in Diagnostik und Therapie zu geben, wurde in den letzten zwei Jahren eine medizinische Leitlinie zum CFRD entwickelt.
Von Expertinnen und Experten entwickelt
Koordiniert und finanziert durch das Mukoviszidose Institut und den Mukoviszidose e.V. wurde die S2k-Leitlinie zum CFRD in einem Fachgremium aus CF-Ärztinnen, Diabetologen und Diabetesberaterinnen erarbeitet. Inhaltlich behandelt sie unter anderem, wie der CFRD am besten diagnostiziert wird, welche Aspekte in der Behandlung von der Diabetes-Standardtherapie abweichen und welche Komplikationen im Zusammenhang mit der CF sowie mit CF-Medikamenten auftreten können. Zudem wird hervorgehoben, wie wichtig eine enge Vernetzung zwischen CF-Team und Diabetologie ist.
Zusammenfassung und Link zur Leitlinie
- Leitlinie: S2k-Leitlinie CF-bedingter Diabetes (CFRD)
- AWMF-Registernummer: AWMF 020-038
- Leitlinien-Übersicht auf der Internetseite des Mukoviszidose e.V.
Hinweis für Redaktionen:
Gerne vermitteln wir Ihnen Interviews mit Expertinnen und Experten des Mukoviszidose e.V.
Hintergrund-Informationen
Über Mukoviszidose
In Deutschland sind mehr als 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.
Über den Bundesverband Mukoviszidose e.V.
Der Bundesverband Mukoviszidose e.V. vernetzt die Patienten, ihre Angehörigen, Ärzte, Therapeuten und Forscher. Er bündelt unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen sowie Perspektiven mit dem Ziel, jedem Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Mukoviszidose zu ermöglichen. Um die vielfältigen Aufgaben und Ziele zu erreichen, ist die gemeinnützige Patientenorganisation auf die Unterstützung engagierter Spender und Förderer angewiesen.
Pressekontakt
Bundesverband Mukoviszidose e.V.
Juliane Tiedt
Telefon: +49 (0)228 9 87 80-65
E-Mail: JTiedt(at)muko.info
