Was ist passiert?
Der Mukoviszidose e.V. hat von Versuchen mit sogenannten Schockanrufen erfahren, bei denen die Stimme einer an Mukoviszidose erkrankten Person mithilfe künstlicher Intelligenz täuschend echt nachgeahmt wurde. Die Angehörigen der betroffenen Person wurde mit der Behauptung konfrontiert, ihr Kind sei in einem lebensbedrohlichen Zustand und benötige dringend ein Medikament aus dem Ausland. Um die Situation auszunutzen, sollte kurzfristig Geld an eine angekündigte Person übergeben werden.
Der Vorfall zeigt, wie gezielt Betrügerinnen und Betrüger persönliche Informationen und die Sorge um nahestehende Menschen ausnutzen können. Eine vertraut klingende Stimme ist heute leider kein sicherer Beweis mehr dafür, dass tatsächlich die betreffende Person am Telefon ist.
Was schützt im Ernstfall?
Der Mukoviszidose e.V. rät zu folgenden Maßnahmen:
- Innerhalb der Familie ein persönliches Kennwort für Notfälle festlegen
- Das Gespräch beenden und die betroffene Person unter der bekannten Nummer selbst anrufen
- Nicht durch dramatische Schilderungen unter Druck setzen oder zu schnellen Entscheidungen drängen lassen
- Keine Geldübergabe am Telefon zusagen
- Im Zweifel die Polizei hinzuziehen
Besonders wichtig: Auch eine vertraut klingende Stimme kann gefälscht sein. Prüfen Sie die Angaben deshalb immer über einen unabhängigen Kontaktweg.
