Haus Schutzengel

Unser Haus Schutzengel – ein Zuhause auf Zeit für Angehörige und Betroffene

Das Haus Schutzengel in Hannover beherbergt Mukoviszidose-Betroffene und ihre Angehörigen in unmittelbarer Nähe zur Medizinischen Hochschule Hannover.

2008 wurde das Haus Schutzengel für Mukoviszidose-Patienten und ihre Angehörigen errichtet. Seitdem nutzen Betroffene die Übernachtungsmöglichkeit in familiärer Atmosphäre, wenn sie eine Untersuchung in der nahen Klinik haben. Eltern und Begleitpersonen finden ein Zuhause auf Zeit, während ihre Lieben in der benachbarten Mukoviszidose-Klinik liegen oder auf eine Organtransplantation warten. Auch Dustins und Miriams Angehörige konnten die schwere Zeit der Lungentransplantation ihrer Lieben in unserem Haus Schutzengel verbringen.


Dustin erhielt eine zweite Chance!

Dustin muss seit seiner Transplantation einen Mundschutz tragen

Im März 2015 musste sich der heute 18-jährige mukoviszidosekranke Dustin einem schweren Eingriff unterziehen, der vorher noch bei keinem so jungen Menschen durchgeführt wurde. Dustin bekam in einer rund 13-stündigen Operation eine neue Lunge und auch eine neue Leber eingesetzt. Der Eingriff war so schwer, dass die Ärzte lange nicht wussten, ob Dustin ihn überstehen würde. 

Doch glücklicherweise war die Operation erfolgreich. Dustin hat damals eine zweite Chance erhalten. In den Tagen und Wochen vor und nach dem Eingriff war immer jemand aus seiner Familie bei Dustin. Seine Eltern und Großeltern wohnten abwechselnd in unserem Haus Schutzengel direkt neben der Klinik und waren so ständig in seiner Nähe. 

Dass immer einer seiner Lieben in seiner Nähe war, gab dem Jungen Kraft, um die Strapazen vor und nach der OP zu überstehen. „Es war beruhigend für mich, dass immer jemand da war. Ansonsten hätte ich viel mehr Angst gehabt. Es wäre toll, wenn möglichst viele Menschen das Haus Schutzengel mit einer Spende unterstützen würden. Denn nur so kann der Mukoviszidose e.V. das Haus weiter betreiben und vielen anderen Betroffenen Nähe schenken“, sagt Dustin. 

Heute geht es Dustin gut. Er steht kurz vor seinem Design-Studium und kann – dank der OP und der Hilfe durch Haus Schutzengel – ein eigenständiges Leben führen.

Die Nähe ihrer Mutter gibt Miriam Kraft!

Als Miriam eine neue Lunge bekam, wohnte ihre Familie im Haus Schutzengel.

Dass Miriam ein Kämpferherz hat, sieht man sofort, wenn man der sympathischen jungen Frau in die Augen schaut. Schon von klein auf leidet sie an dem schweren Verlauf ihrer Mukoviszidose-Erkrankung. 

Vor wenigen Jahren bekommt Miriam von den Ärzten der Medizinischen Hochschule Hannover das bestätigt, wovor die ganze Familie immer Angst hatte: Miriam wird zum Überleben eine Spenderlunge benötigen. Im Frühling 2013 fällt ihr das Atmen zunehmend schwerer. Die letzten 14 Tage atmet sie nur noch über eine Herz-Lungen-Maschine. Praktisch in letzter Sekunde erhält die Familie die rettende Nachricht: Das passende Organ ist gefunden.

In dieser Zeit verbringt ihre Mutter jede freie Minute bei Miriam in der Klinik und gibt ihr Kraft für den komplizierten Eingriff. Sechs Wochen wird das Haus Schutzengel für Miriams Mutter zu einem zweiten Zuhause. Während dieser Wochen der Angst und Ungewissheit findet sie durch die liebevolle Begleitung unserer Betreuerinnen und in Gesprächen mit anderen betroffenen Eltern Ruhe und Verständnis. Hier sammelt sie jeden Abend Kraft für den nächsten Tag in der Klinik. 


10 Jahre Haus Schutzengel - der Film

Die Nähe meiner Mutter war damals für mich überlebenswichtig. Sie motivierte mich weiterzukämpfen und gab mir Zuversicht und Kraft.

 

Miriam über die Zeit der Lungentransplantation

Zehn Monate nach dem Eingriff geht es Miriam besser. Sie kann wieder selbstständig atmen und freut sich am meisten über die ganz kleinen Dinge des Alltags, wie ein kleiner Einkauf ohne Sauerstoffgerät, den sie nun wieder meistern kann. 


Weshalb unser Haus Schutzengel für die Betroffenen so wichtig ist

Ein gemeinsames Frühstück bietet den Bewohnern von Haus Schutzengel die Möglichkeit, mit den Mitarbeiterinnen und anderen Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Foto: Joanna Nottebrock

Vor und nach der Transplantation brauchen schwer kranke Menschen wie Miriam familiäre Geborgenheit, um den komplizierten Eingriff zu überstehen. Weil an der Medizinischen Hochschule Hannover die meisten Transplantationen bei mukoviszidosekranken Menschen durchgeführt werden, betreiben wir unser Haus Schutzengel in direkter Nähe zur Klinik. Während der Behandlung ihrer Lieben wohnen die Angehörigen hier oft mehrere Monate. Nicht alleine zu sein, der Austausch mit anderen Eltern und die Gespräche mit den ausgebildeten Betreuern geben den Bewohnern Kraft, die sie an ihre Lieben weitergeben.

Bitte spenden Sie für unsere Hilfsprojekte

Zuletzt aktualisiert: 31.07.2018